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Lokalsport
Heimvorteil für deutsche Billard-Cracks

Lokalsport: Heimvorteil für deutsche Billard-Cracks
Die Nationalmannschaft traf sich gestern in Viersen: (v.l.) Bundestrainer Wolfgang Zenkner, das deutsche B-Team Dustin Jäschke und Christian Rudolph sowie das A-Team Stefan Galla und Martin Horn. FOTO: Franz-Heinrich Busch
Viersen. Gestern Nachmittag trafen sich die Spieler, die Deutschland bei der Dreiband-WM in Viersen vertreten, mit Bundes-trainer Wolfgang Zenkner. Bevor es am Donnerstag ernst wird, steht noch eine Trainingslager auf dem Programm. Von David Beineke

Bundestrainer Wolfgang Zenkner und Nationalspieler Stefan Galla fuhren gestern Nachmittag gleichzeitig auf den Parkplatz hinter der Viersener Festhalle, wo ab Donnerstag zum 27. Mal die Weltmeisterschaft für Dreiband-Nationalmannschaften über die Bühne geht. Während die beiden gemütlich in die feine Stube der Stadt Viersen schlenderten, hatten Christian Rudolph und Dustin Jäschke schon den frisch bezogenen Trainingstisch im Ernst-Klusen-Saal in Beschlag genommen. Deutschlands Nummer eins, der Essener Martin Horn, beobachtete seine beiden Kollegen, die am Donnerstag als deutsches B-Team das Auftaktspiel gegen Österreich bestreiten werden.

"Christian und Dustin können jetzt sehr gut simulieren, was am Donnerstag auf sie zukommt", sagte Horn, denn Rudolph und Jäschke werden auch gegen die Österreicher auf nagelneuen Tischen spielen. Das bedeutet, dass die ebenfalls ganz neuen Bälle anders laufen, als auf schon länger bespieltem Untergrund. Erschwerend kommt hinzu, dass die Tische in diesem Jahr mit Tüchern des Herstellers Gorina ausgestattet sind, während im Meisterschaftsbetrieb und bei anderen Wettkämpfen in der Regel auf Simonis-Tuch gespielt wird. "Gorina hat eine Weiterentwicklung auf den Markt gebracht, die durch eine spezielle Imprägnierung die Laufeigenschaften der Bälle verbessern soll", sagte der Hünxer Christian Rudolph. Er muss es wissen, denn er ist der Einzige des deutschen Quartetts, der in jüngerer Vergangenheit auf Gorina gespielt hat, nämlich im Dezember bei der Einzel-WM in Frankreich.

"Dass wir vorher ausgiebig trainieren können, ist ein Vorteil gegenüber den anderen Teams", erklärt der aus Bayern angereiste Bundestrainer Wolfgang Zenkner. Dementsprechend ist die Materialgewöhnung in den nächsten Tagen auch ein wichtiger Inhalt des Trainingslagers. "Wir werden aber auch kontinuierlich die Konzentration aufbauen und versuchen, in Probematches die Wettkampfsituation zu simulieren", sagt Zenkner. Besonders wichtig dürfte das für den Dinslakener Dustin Jäschke sein, denn der 23-Jährige bestreitet als größte deutsche Nachwuchshoffnung im Gegensatz zu den routinierten Kollegen seine erste Weltmeisterschaft. "Dustin hat auf jeden Fall das Potenzial. Jetzt wird sich zeigen, wie er es bei der WM umsetzen kann", meint Zenkner, der dem Youngster allerdings den Druck nehmen will: "Vom B-Team erwartet niemand den Einzug ins Viertelfinale. Da kann er eigentlich locker aufspielen."

Quelle: RP
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