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Handball
Hoffnung des TV Lobberich lebt weiter

Nettetal. Durch den 35:32-Heimerfolg in der Handball-Oberliga gegen den ART Düsseldorf haben die Lobbericher immer noch eine kleine Chance, sich für die zur nächsten Spielzeit eingeführte Nordrheinliga zu qualifizieren. Von Wiltrud Wolters

Die Oberliga-Handballer des TV Lobberich griffen mit Macht nach dem letzten Strohhalm mit Blick auf die Qualifikation zur neuen Nordrheinliga. Und sie wurden belohnt. Gegen ART Düsseldorf setzten sich die Lobbericher in eigener Halle 35:32 (18:16) durch. Damit lebt die Hoffnung weiter, für die nächste Saison den Sprung in die neue Liga doch noch irgendwie schaffen zu können.

Der Erfolg der Lobbericher war in jeder Hinsicht völlig verdient. Die Mannschaft hatte lediglich in den ersten Minuten ein paar Schwierigkeiten, das gegnerische Tor zu finden. Den ersten Treffer markierte Stefan Pietralla per Siebenmeter nach vier Minuten zum 1:1. Als Pietralla nach acht Minuten zum 3:2 einnetzte, war der Bann endgültig gebrochen. Es war die erste Führung der Lobbericher und die gaben sie bis zum Ende, abgesehen vom 3:3, nicht mehr ab. Die Gastgeber setzten sich auf 7:3 ab und behaupteten in der ersten wie auch in der zweiten Hälfte durchweg einen Vorsprung von zwei bis fünf Toren. Das lag vor allem an der guten Defensivarbeit. Wenn es den Düsseldorfern doch mal gelang, die Abwehr der Gastgeber zu knacken, dann war das oft ein Verdienst von Marco Bauer. Der Rückraumspieler der Düsseldorfer hatte das Auge für den richtigen Moment, warf am Block vorbei und schickte Lobberichs guten Keeper Matthias Hoffmann in die falsche Ecke. Bauer verdiente sich durch diese Aktionen im Laufe der zweiten Hälfte eine Manndeckung. "Die anderen Spieler hatten wir eigentlich gut im Griff", sagte Trainer Jurek Tomasik.

Im Spiel nach vorne punkteten die Lobbericher oft mit ihrer Schnelligkeit. Hoffmann schickte seine Mitspieler immer wieder in den Gegenstoß. Auch wenn nicht alles gelang, so lieferten die Gegenstoßtore doch einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg. Im gebundenen Spiel mussten die Lobbericher mächtig arbeiten. In Gestalt von Philipp d'Avoine und Bastien Arnaud stellten die Düsseldorfer einen großen, schwer zu überwindenden Innenblock. Es war insbesondere für Kreisläufer Jochen Schellekens eine sehr undankbare Aufgabe, die beiden zu beschäftigen, um Freiräume für seine Mitspieler zu schaffen. "Die Düsseldorfer haben uns viel abverlangt. Aber wir haben das geboten, was wichtig war: Wir haben 60 Minuten dagegengehalten", sagte Tomasik.

In der Schlussminute erlebten die Lobbericher noch eine Schrecksekunde. Stefan Pietralla verlor nach einem Zusammenprall mehrerer Spieler kurzzeitig das Bewusstsein. Er war mit seinem Kopf gegen die Schulter eines anderen Spielers geknallt und musste mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. "Sie haben ihn dort überprüft und am Abend noch entlassen. Es ist wohl eine leichte Gehirnerschütterung", berichtete Jurek Tomasik.

Quelle: RP
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