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Lokalsport
In der Landesliga gibt's mal wieder vier Teams aus dem Grenzland

Niederrhein. Titelkandidaten sind aber die Fußballer aus Velbert, Kapellen und Meerbusch. Aber auch Union Nettetal wird von der Konkurrenz einiges zugetraut. Von David Beineke und Dirk Sitterle

In der Saison 2013/2014 spielten zum bislang letzten Mal vier Mannschaften aus dem Grenzland gleichzeitig in der Fußball-Landesliga. Durch den Aufstieg des ASV Süchteln ist das damalige Quartett wieder vereint. Bei den heimischen Klubs ist die Freude über mehr Derbys groß, doch am ersten Spieltag wird es noch kein Lokalduell geben. Union Nettetal eröffnet die Spielzeit heute gegen den VfL Benrath, morgen legen die Süchtelner daheim gegen den 1.

FC Mönchengladbach, die VSF Amern beim SC Velbert und der 1. FC Viersen beim VfL Jüchen/Garzweiler nach. Wir werfen einen Blick darauf, was in der Liga zu erwarten ist. Die Titelkandidaten Im FSV Vohwinkel, dem DSC und dem 1. FC Monheim hat sich das Spitzentrio der vergangenen Saison in die Oberliga abgesetzt. Das macht den SC Velbert, im Vorjahr nur zwei Punkte hinter Monheim Vierter, irgendwie zum logischen Topkandidaten auf den Aufstieg.

"Die sind jetzt einfach mal dran", findet Toni Molina, der mit dem von ihm trainierten TSV Meerbusch genau wie der SC Kapellen (beide Vereine stiegen aus der Oberliga ab) ebenfalls hochgehandelt wird. Dagegen wehrt sich Molina erst gar nicht - trotz eines kompletten Umbruchs. "Es ist ja wohl logisch, dass der TSV Meerbusch mit seinen Möglichkeiten eher in die Oberliga gehört." Die Verfolger Hinter dem vermeintlichen Spitzentrio gibt es eine ganze Reihe von Kandidaten, die ebenfalls vorne mitspielen sollten: Etwas der 1.

FC Mönchengladbach. Für viele Experten gilt der jetzt von Markus Horsch und Wolfgang Brück (kam wie Marcel Lüft aus Kapellen) trainierte ehemalige Oberligist sogar als Geheimtipp. Größter Wertschätzung erfreuen sich zudem Union Nettetal um den jungen Trainer Andreas Schwan (32) sowie der Neulinge FC Remscheid - der einstige Zweitligist kehrte souverän (86 Punkte, 111 Tore) in die Landesliga zurück. Schwan führt die Wertschätzung der Kollegen vor allem auf die starken Auftritte seines Teams beim Brüggener Burgpokal zurück, wo auch die Konkurrenz spionierte.

Er wittert hinter Lob aber auch Kalkül: "Klar, dass einige Vereine gerne die Favoritenrolle ein wenig von sich schieben wollen. Für uns geht es aber nur darum, trotz unserer krassen Verjüngung eine gute Saison zu spielen." Viel zugetraut wird auch dem Aufsteiger MSV Düsseldorf mit Coach Mohamed Elmimouni, der allerdings in Alon und Ben Abelski sowie Hakan Orhan seine drei besten Torschützen vermissen wird. Die Stressfreien Die VSF Amern gehören im siebten Landesligajahr inzwischen zum Inventar und sollten mit ihrer eingespielten Mannschaft unter dem neuen Trainer Willi Kehrberg keine Probleme bekommen.

Zumal in Nico Wehner auch noch ein starker Mittelfeldspieler geholt wurde. Nach einer turbulenten Saison will der 1. FC Viersen in ruhigere Fahrwasser. Das Team wurde weiter verjüngt, Trainer Steve Jäck hat aber schon gezeigt, dass er auch mit Perspektivspielern etwas bewegen kann. Ein Kandidat fürs gesicherte Mittelfeld ist wohl auch die SSVg Heiligenhaus. Unmöglich einzuschätzen ist in seinem zweiten Jahr der vorige Saison starke Aufsteiger ASV Mettmann, der einen extremen Umbruch (18 Ab-, 18 Zugänge) zu stemmen hat.

Die Gefährdeten Eng könnte es wieder für die SpVg. Odenkirchen werden, doch ihr großes Plus ist Trainer Kemal Kuc, der es immer wieder schafft, aus seinem Kader das Optimum herauszuholen. Auch der TSV Meerbusch II (hatte viele Akteure an die Erstvertretung abzustellen), der erst in der Relegation gerettete VfL Benrath und der abbauende Rather SV müssen sich in Acht nehmen. Während den anderen Aufsteigern viel zugetraut wird, gibt sich der ASV Süchteln zurückhaltend.

Sicher keine schlechte Taktik, die Erwartungen zunächst gering zu halten, um dann solide die nötigen Punkte zu sammeln. Die Topspieler Der vielleicht beste, mit Sicherheit aber torgefährlichste Kicker der Liga trägt das Trikot des SC Velbert: Robin Hilger markierte in den beiden vergangenen Spielzeiten jeweils 30 Tore. Dabei ist der Stürmer gerade mal 21 Jahre alt. Lennart Ingmann ist ohne Zweifel einer der talentierteste Fußballer der Liga, startet in Meerbusch indes bereits seinen dritten Neuanfang - und das mit 21 Jahren! Nach seinen fünf Jahren im Nachwuchs des FC Bayern München wurde er weder beim FC Wegberg-Beeck noch in Kapellen glücklich.

Zu den herausragenden Kickern der Liga gehört sicher auch Nettetals Markus Keppeler, dessen Mischung aus Schnelligkeit, Spielübersicht und Torgefährlichkeit ihresgleichen sucht. Ihm ist zu wünschen, dass er mal längerfristig von Verletzungen verschont bleibt. Höchst interessant ist auch das Comeback von Sven Raddatz beim Titelkandidaten SC Kapellen mit 32 Jahren.

Quelle: RP
 
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