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Kaldenkirchen besiegelt Dülkens Abstieg

Handball: Kaldenkirchen besiegelt Dülkens Abstieg
Dülkens Luca im Anflug auf Kaldenkirchens Torwart FOTO: Arens
Handball-Verbandsliga. Nach der 18:24-Derbyniederlage in eigenen Halle gegen den TSV steht auch rechnerisch fest, dass die SG Dülken nicht mehr zu retten ist und nächste Saison in der Landesliga spielt. Dennoch boten die Gastgeber eine engagierte Leistung. Von Wiltrud Wolters

Die Handballer der SG Dülken kämpften bis zum Umfallen, aber es reichte nicht. Nach dem 18:24 (10:12) im Derby daheim gegen den TSV Kaldenkirchen ist der Abstieg der Dülkener aus der Verbandsliga besiegelt. Der TSV erarbeitete sich mit dem Erfolg sechs Punkte Vorsprung auf den Vorletzten aus Oberhausen. Das dürfte auf jeden Fall genügen, um die Relegationsspiele der Tabellenzwölften in den Verbandsligen zu vermeiden.

Die Partie gegen den Lokalrivalen war für die SG Dülken ein Spiegelbild der gesamten Saison. Die Dülkener waren auch gegen TSV nah dran, aber in den entscheidenden Situationen fehlten das Quäntchen Glück und die handballerische Klasse, um das Spiel am Ende wirklich zu drehen. Die Gäste aus Kaldenkirchen präsentierten sich als das deutlich reifere Team, aber aus als eine Mannschaft, die ihre Chancen nicht nutzt. Die Akteure des TSV bissen sich in der gut sortierten Abwehr der SG fest, scheiterten aber häufig am Gebälk oder dem guten Hendrik Nietsch im SG-Tor. Trotzdem führte der TSV verdientermaßen, in der Regel lag das Team mit einem oder zwei Toren vorne.

In der zweiten Hälfte machten es die Kontrahenten noch spannender, denn die Dülkener ließen sich nicht abschütteln. Beim 12:12 und 14:14 eröffnete sich ihnen sogar die Möglichkeit, in Führung zu gehen. Die Vorentscheidung bahnte sich um die 45. Minute herum an. Nach dem 15:16 durch Sven van Heesch, als die Dülkener eine Überzahl über Linksaußen gut ausspielten, parierte Hendrik Nietsch einen Wurf von Lucas Topp. Wenig später stand sein Gegenüber David Mattke im Fokus. Der TSV-Keeper hielt einen Wurf von Linksaußen und einen Siebenmeter von Lars Brandenburg. Als Lennard Greven danach zwei Minuten kassierte, erhöhten die Kaldenkirchener durch Lucas Topp, Sören Imöhl und einem gewaltigen Kracher von Vincent Widera auf 19:15. Der Jubel im TSV-Lager sprach Bände. Auf der TSV-Bank sprangen alle auf. In diesem Moment hatte der TSV Kaldenkirchen die Dülkener geknackt. Der Tabellenletzte steckte dennoch nicht auf. Mit großem Engagement versuchte die SG in der Schlussphase mit einer offenen Manndeckung noch die Wende herbeizuführen.

"Das war nicht berauschend, aber wichtig", sagte TSV-Trainer Dirk Rahmel nach dem Arbeitssieg. Bei seinen Spielern habe die Spannung gefehlt. "Nach dem Spiel gegen Tabellenführer Homberg haben wir viel geredet, trotzdem haben bei jedem ein paar Körner gefehlt", meinte der Übungsleiter. Normalform wollte er allenfalls Keeper David Mattke attestieren.

Dülkens Trainer Niklas Voß war trotz des großen Kämpferherzes, das seine Spieler an der Tag gelegt hatten, ein wenig enttäuscht: "Das war abwehrtechnisch in Ordnung und sah auch vorne teilweise richtig gut aus, aber in der entscheidenden Phase haben wir uns zu plump angestellt." Hinzu kamen personelle Probleme im Rückraum. Voß selbst spielte wegen einer beim Aufwärmen erlittenen Leistenverletzung nicht. Zudem verletzten sich Michael Nauen und Marcel Schöpper im Verlauf des Spiels. Damit fehlten der SG Dülken Optionen aus dem Rückraum.

Quelle: RP
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