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Handball
Kaldenkirchen muss den Aufstieg abhaken

Nettetal. In einem tollen Topspiel der Handball-Verbandsliga verlor der TSV daheim gegen den TV Aldekerk II mit 24:26. Während die Gastgeber enttäuscht waren, bejubelte Aldekerk den Sprung in die Oberliga. Von Wiebke Winter

Kaldenkirchens Traum von der Oberliga ist zerplatzt. Die Verbandsliga-Handballer des TSV unterlagen in einem dramatischen Spitzenspiel dem TV Aldekerk II 24:26 (15:12). Die Aldekerker steigen damit in die Oberliga auf. Enttäuscht und vollkommen konsterniert mussten die Kaldenkirchener mit anschauen, wie die Gäste ihren Aufstieg bejubelten.

"Das ist schade", sagte TSV-Trainer Felix Linden. Seine Mannschaft hatte, angetrieben von einem fantastischen Publikum, alles in die Waagschale geworfen. Doch die Mittel reichten ausgerechnet in diesem wichtigen Spiel nicht aus, um Aldekerk von der Spitze zu verdrängen. "Wir haben über die Saison gesehen, viel zu viele Leute verloren", analysierte Linden. Und nicht zuletzt hätten die vermeidbaren Niederlagen in Korschenbroich und in Wuppertal der Mannschaft den Titel gekostet. Die Verluste von Aaron Jennes, der im Winter nach Korschenbroich wechselte, und Noel Marx (Ausland) beispielsweise und die vielen Verletzten, darunter Lars Görder, zwangen die Kaldenkirchener dazu, gegen Aldekerk auf Routine zu setzen. So durfte Sebastian Gerits noch einmal ran, genauso wie Sigitas Saulenas und Volker Terhaag. Das Verletzungspech blieb dem TSV dennoch treu, denn kurz nach der Halbzeit schied Spielmacher Steffen Coenen mit dem Verdacht auf eine Schultereckgelenksprengung aus. Seine Verletzung gab möglicherweise den Ausschlag im Titelrennen, denn bis dahin führte der TSV. Beide Mannschaften lieferten sich über weite Strecken ein spannendes Spiel auf Augenhöhe. Kaldenkirchen erwischte mit den Toren bis zum 6:2 einen brillanten Start. Fünf Aldekerker Tore in Folge machten diesen Vorsprung aber wieder zunichte. Der TSV legte danach wieder vor und führte zur Pause verdient 15:12.

Die Führung behaupteten die Gastgeber bis zur 40. Minute, ehe Christopher Tebyl, mit neun Toren Aldekerks bester Werfer, mit dem 18:18 die Wende einleitete. "Wir sind ins Schwimmen gekommen", sagte Linden. Torhüter Florian Nordmann hielt die Hausherren mit zahlreichen Paraden dennoch im Spiel. Nach dem 23:23 setzten sich die Gäste auf 25:23 ab. Sebastian Gerits konnte zwar noch verkürzen. Es reichte aber nicht mehr für den TSV, weil in den dramatischen letzten knapp fünf Minuten nur noch ein Treffer fiel. "Wir haben gefightet wie die Löwen, aber uns haben am Ende einfach die personellen Alternativen gefehlt. Glückwunsch an Aldekerk", sagte Linden, der auch den Schiedsrichtern Johnen/Müller eine überragende Leistung bescheinigte. Der TSV verabschiedete unter großem Applaus Milan Langheinrich, Lars Görder und Felix Linden sowie Abteilungsleiter Manfred Aarts. Nach 44 Jahren Vorstandsarbeit zieht er sich nun zurück.

Quelle: RP
 
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