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Handball
Kaldenkirchener machen Alarm

Nettetal. Im Heimspiel der Handball-Verbandsliga gegen TV Geistenbeck wurde zunächst versehentlich die Alarmanlage ausgelöst, dann drehte der TSV Kaldenkirchen mächtig auf. Am Ende gewannen die Gastgeber mit 28:25. Von Wiltrud Wolters

Der TSV Kaldenkirchen bleibt in Lauerstellung für einen Aufstiegsplatz in die Oberliga. In einem spannenden Spiel setzten die TSV-Handballer vor großer Kulisse 28:25 (13:13) gegen den TV Geistenbeck durch.

Zunächst aber gab es gewaltig was auf die Ohren. Der Nebel im Zuge der stimmungsvollen Einlaufzeremonie löste, trotz der reibungslosen Generalprobe am Freitag, die Alarmanlage aus. Während die Geistenbecker sich in die etwas ruhigere Gästetoilette verkrochen, flüchteten viele Fans und einige TSV-Spieler ins Freie. Unter dem Jubel der Fans ließ der eigens herbeigerufene Hausmeister die Anlage nach einer Viertelstunde verstummen. Wenig später ging die Zeremonie mit den vielen Nachwuchshandballern aber ohne Nebel doch noch über die Bühne. "Jetzt geht's los, hier spielt die Musik", schallte es aus den Lautsprechern. Den Ton gaben jedoch zunächst die Gäste an. Der TV Geistenbeck erwischte den besseren Start. Der TSV schaffte es mit Lars Goerder, Sebastian Gerits und Philipp Clodt im Rückraum zunächst nicht, seine Konzeptionen durchzuspielen. Das war ein Verdienst der aggressiven Abwehrarbeit der Geistenbecker, die dadurch immer wieder in den Gegenstoß kamen und vor allem über die rechte Seite Erfolge verbuchten. Vom 5:5 zogen die Gäste auf 9:6 davon. In dieser Phase boten sich ihnen einige Möglichkeiten den Vorsprung auszubauen, weil der TSV in der Abwehr keinen Zugriff bekam. Doch der TSV kam schnell zurück. Christoph Hentzschel steigerte sich im Tor genau wie seine Vorderleute. Nach einer Umstellung im Rückraum warfen Goerder und Clodt die Tore zum 9:9. In der Folge entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe mit wechselnden Führungen. Nach dem 16:16 in der zweiten Hälfte übernahmen die Gastgeber dann nach und nach das Kommando. Beim 23:22 kam ihnen eine Zeitstrafe gegen Timo Hüpperling, dem erfolgreichsten Werfer des Gegners, entgegen. Der TSV zog vorentscheidend auf 26:22 auf.

"Wir hatten in diesem Spiel das Momentum, wir waren oft zum richtigen Zeitpunkt da", sagte TSV-Trainer Felix Linden. Das habe letztlich den Ausschlag gegeben. Milan Langheinrich etwa erzielte direkt nach seiner Einwechselung in der zweiten Hälfte drei Tore. Noel Marx und Steffen Hartstock interpretierten die Aufgabe auf der vorgezogenen Abwehrposition in der zweiten Hälfte sehr gut. Die Manndeckung gegen Lars Goerder und zeitweise auch gegen Gerits kompensierte der TSV mit seinen schnellen Akteuren. "Das hat einfach gepasst. Für uns ist das ein wichtiger Sieg", sagte Felix Linden.

TSV: Christoph Hentzschel, Martynas Savonis - Lars Goerder (10), Milan Langheinrich (4), Steffen Coenen (3), Christoph Mönicks (3), Philipp Clodt (3), Sebastian Gerits (2), Steffen Hartstock (1), Noel Marx (1), Frederik Rosati (1), Tristan Moritz.

Quelle: RP
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