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Handball
Kaldenkirchens Handballer gehen neue Wege in der Nachwuchsarbeit

Nettetal. Beim Training der Minis und der F-Jugend kommt das Konzept der Kölner Ballschule zur Anwendung. Trainer besuchen Weiterbildungen. Von Wiebke Winter

Als erster Verein im Grenzland sind die Handballer der TSV Kaldenkirchen eine Kooperation mit der Kölner Ballschule eingegangen. Gemäß Uta Münter, die die Kooperation für die Kaldenkirchener federführend begleitet, geht es darum, die Kinder vielseitig im freien Ballspiel auszubilden. Dabei steht der Handball nicht einmal im Fokus, sondern die koordinative Bewegungsausbildung mit Bällen und Ballspielen aller Art. "Für uns ist das ein Stück Zukunftssicherung", sagt Münter.

Es sei erwiesen, so Münter, "dass Kinder, die sich bewegen können und mit ihrem Körper etwas anzufangen wissen, später auch im Handball eine höhere Qualität aufweisen". Von daher üben sich nun der jüngste Nachwuchs im TSV, die Minis und die F-Jugenden, im freien Ballspiel. Im Angebot sind vielfältige Spielformen, natürlich mit dem Handball, aber unter anderem auch mit dem Tischtennisball, dem Fußball oder dem Federball. "Die Kinder sollen so wie früher auf der Straße spielen. Sie sollen eigene Erfahrungen machen und sich dadurch entwickeln", sagt Münter.

Das Konzept, Trainingsprogramme, Lehrpläne und Spielformen stammen von der Kölner Ballschule. Ein Konzept, das auf den Erkenntnissen des Heidelberger Sportwissenschaftlers Professor Klaus Roth beruht. Der gründete die Ballschule 1998, um ein Zeichen gegen den Bewegungsmangel bei Kindern zu setzen. Seitdem wird das Konzept ständig unter wissenschaftlicher Begleitung weiterentwickelt. Ein zentraler Faktor ist die Aus- und Fortbildung der Übungsleiter in den Partnervereinen, aber auch in Schulen oder Kindergärten sein. Uta Münter sieht diese für sich selbst und ihre Mitstreiter im TSV als enorm wichtig an: "In diesen Kursen an der Sporthochschule in Köln mit ausgebildeten Lehrkräften nimmt man immer etwas mit."

Quelle: RP
 
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