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Spieler Des tages
Konstante im Spiel des Landesligisten 1. FC Viersen

Viersen. Seit Philipp Wiegers an den Hohen Busch wechselte, ist er nicht mehr aus der Mannschaft der Viersener wegzudenken. Von David Beineke

Viersen Gerade in der zweiten Halbzeit stand der Heimsieg des 1. FC Viersen in der Fußball-Landesliga gegen den VfB Speldorf ein ums andere Mal auf der Kippe. Die Gäste aus Mülheim setzten angesichts eines 0:1-Rückstandes alles auf eine Karte, attackierten die Viersener früh in deren Hälfte und sorgten damit für einige Konfusion. Einer, der Wenigen, die in dieser schwierigen Phase kühlen Kopf bewahrten, war Innenverteidiger Philipp Wiegers. Immer wenn es besonders brenzlig zu werden drohte, spielte er den kompromisslosen Abräumer. Damit hatte er großen Anteil daran, dass Großchancen der Speldorfer trotz ihres enormen Aufwandes Mangelware blieben. Am Ende durften die Viersener sich über einen wichtigen 2:0-Erfolg freuen.

Dass Wiegers in diesem Match eine entscheidende Rolle einnahm, ist nicht wirklich eine Überraschung. Denn obwohl er erst 22 Jahre alt ist, ist er die Zuverlässigkeit in Person. "Er spielt sehr solide und konstant. Auf ihn kann ich mich absolut verlassen", sagt Viersens Trainer Willi Kehrberg. In der Winterpause der Saison 2012/2013 lockte der 1. FC Philipp Wiegers von dessen damals in der Bezirksliga spielenden Heimatverein TSV Kaldenkirchen an den Hohen Busch. "Seit dem hat er nicht ein einziges Mal auf der Bank gesessen. Als er in der vergangenen Saison mal verletzt war, hat er sogar mit einer Schutzmaske im Gesicht gespielt", erklärt Kehrberg. Schon in der Jugendzeit sprach sich Wiegers Talent schnell herum. Nach den Anfängen in Kaldenkirchen wechselte er in der B-Jugend zu Union Nettetal und von dort ging es in die Nachwuchsschmiede von VVV Venlo. Dass dort nicht der Sprung zu den Profis gelang, heißt nicht, dass Wiegers höhere Spielklassen abgehakt hätte. In der Sommerpause soll es Angebote aus der Oberliga gegeben haben, doch der 22-Jährige will zunächst seine Ausbildung zum Groß- und Aushandelskaufmann in Viersen abschließen. "Generell ist es natürlich reizvoll, mal höher zu spielen", sagt Philipp Wiegers, der freilich auch nichts dagegen hätte, wenn das mit dem 1. FC Viersen möglich wäre. Ob es in der laufenden Saison reicht, um ganz vorne mitzuspielen, kann er nach sechs Spielen noch nicht einschätzen. Er weiß aber, "dass die Liga sehr ausgeglichen ist und wir mit dem Potenzial in unserem Kader in der Lage sind, eine gute Rolle zu spielen".

Apropos Potenzial. Auch wenn Willi Kehrberg froh ist, eine solche Konstante in seinem Team zu haben, sieht er noch Verbesserungsmöglichkeiten bei Wiegers: "Er hat diese Saison zwar schon ein Tor erzielt, aber mit seinen läuferischen Qualitäten könnte er sich noch häufiger nach vorne einschalten." Vielleicht versucht er es ja morgen Abend mal, wenn ab 20 Uhr das Kreispokal-Viertelfinale beim A-Ligisten Concordia Viersen ansteht.

Quelle: RP
 
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