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Handball
Lobberich in der "Aschenputtel-Rolle"

Handball: Lobberich in der "Aschenputtel-Rolle"
Will der TV Lobberich in der Handball-Oberliga eine Chance bei der Reserve von TuSEM Essen haben, muss auch Benedikt Liedtke einen starken Tag erwischen. Bei der jüngsten Heimniederlage gegen die Bergischen Panther gelangen ihm immerhin fünf Tore. FOTO: Franz-Heinrich Busch
Nettetal. Nach fünf Niederlagen in Folge strotzt der Handball-Oberligist aus Nettetal trotz überwiegend guter Leistungen nicht gerade vor Selbstbewusstsein. Auch vor dem morgigen Spiel bei TuSEM II sieht sich der TVL als klarer Außenseiter. Von Wiltrud Wolters

Die Ausgangslage ist Woche für Woche gleich. Die Oberliga-Handballer des TV Lobberich gehen als Außenseiter in ihre Spiele. An morgigen Samstag reisen sie zu TuSEM Essen II. "Im Moment sind wir fast überall das Aschenputtel", meint Hendrik Schönkes, der stellvertretende sportliche Leiter der Lobbericher. TuSEM Essen II steht mit 7:5 Punkten derzeit im Mittelfeld der Oberliga-Tabelle. Die Lobbericher belegen aktuell den vorletzten Platz.

Sofern die Essener annähernd so aufspielen wie in der vergangenen Woche, als sie ganz schwache Borussen aus Mönchengladbach 28:24 besiegten, dürfte es für die Lobbericher extrem schwer werden. Allerdings zeigte die Zweitliga-Reserve der Essener in Mönchengladbach auch ihr Sonntagsgesicht. Trainer Mark Dragunski sprach von der besten Saisonleistung. Andere Ergebnisse, wie das Unentschieden gegen Aufderhöhe oder der knappe Sieg in Haan, sind schon eher im Bereich dessen, was auch die Lobbericher leisten können.

Ein ganz wichtiger Unterschied lässt das Pendel aber doch in Richtung der Essener ausschlagen. TuSEM Essen II kann auf qualitativ hochwertig ausgebildete Spieler aus der A-Jugend-Bundesliga oder der Zweiten Liga zurückgreifen. Diese Optionen können die Lobbericher nicht ziehen. Aus der zweiten Mannschaft oder der A-Jugend bietet sich derzeit kein Akteur an, der dem Oberliga-Team entscheidend weiterhelfen könnte. Im Moment geben die Lobbericher trotz ihrer Verletzungssorgen eher Spieler ab. Kevin Barbee etwa soll im Bezirksliga-Team des TVL Spielpraxis sammeln. Anders als in der vergangenen Saison, als die Lobbericher basierend auf der starken Abwehr und dem schnellen Spiel nach vorne den Gegnern ihr Spiel aufdrückten, müssen sie nun zunächst einmal den Fokus darauf legen, den Gegner seiner Stärken zu berauben und dessen Spielfluss zu unterbinden. Dabei hilft das Studium der Videoaufnahmen, das die Lobbericher auch im Vorfeld der Partie gegen Essen beschäftigt. Außerdem ziehen die Verantwortlichen die Erkenntnisse aus der vergangenen Saison heran, als sie in der ersten Hälfte in Essen nicht gut aussahen. "Wir werden nachdenken, was wir machen können, denn wir wollen in jedem Spiel das Optimum herausholen", sagt Schönkes.

Quelle: RP
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