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Handball
Lobbericher müssen sich einspielen

Nettetal. Nach den schweren Verletzungen zweier wichtiger Spieler steht die Offensive des Handball-Oberligisten aus Nettetal vor einer Herausforderung. Und schon morgen reist der TV Lobberich zum Auswärtsspiel beim Aufsteiger TV Angermund. Von Wiltrud Wolters

Die Oberliga-Handballer des TV Lobberich treten am morgigen Samstag beim Aufsteiger TV Angermund an. Für sie wird das erneut eine große Herausforderung. "Das wird ein schweres Auswärtsspiel für uns. Angermund verfügt ganz sicher über dieselbe Qualität wie Lintorf", sagt Co-Trainer Markus Holstein. Gegen den TuS Lintorf unterlag der TV Lobberich am vergangenen Wochenende 28:32.

Die Angermunder, die als Tabellenfünfter der letzten Verbandsliga-Saison den Sprung in die Oberliga schafften, legten einen guten Start in der neuen Klasse hin. Die Mannschaft von Trainer Ulrich Richter gewann ihre Auswärtsspiele in Wesel und Mettmann und machte damit die ersten Schritte auf dem Weg zum Ziel Klassenerhalt. Zu Hause handelte sich das Team gegen die neue Mannschaft von Lobberichs ehemaligem Trainer Jurek Tomasik eine 22:25-Niederlage ein. Damit rangieren die Angermunder derzeit auf dem vierten Tabellenplatz. In den bisherigen Partien überzeugten die Angermunder als eingespieltes Team und unter anderem mit einem guten Spiel über den Kreis. Kreisläufer Niko Merten sorgte in jedem Spiel für einige Tore.

Gerade die Eingespieltheit ist das Problem der Lobbericher. Nach den langwierigen Verletzungen von Dennis Föhles (Fingerbruch) und Christopher Liedtke (Kreuzbandanriss) müssen sie sich die Spielzüge in der Offensive mit anderen Spielern neu erarbeiten. Außerdem müssen die Spieler auf ihren neuen Positionen Vertrauen in die eigenen Aktionen gewinnen. Das braucht Zeit. "Das geht nicht von jetzt auf gleich", meint Trainer Goran Sopov. Neuzugang Simon Hinzen ist als neuer Spielmacher eine Option, gegen Lintorf wusste aber vor allem auch Stefan Pietralla mit seiner Spielintelligenz im Aufbau zu überzeugen. "Das ist aber nicht das, was wir eigentlich spielen wollen", sagt Goran Sopov. Wenn Pietralla von seiner Außenposition ins Zentrum gezogen wird, fehlt das Tempo auf dem Flügel und es fehlt der wichtige Spieler, der die Spielzüge am Ende abschließen kann.

Gegen den TuS Lintorf zeigte der TV Lobberich in der letzten Phase des Spiels, dass die Mannschaft auch in ihrer veränderten Formation spielerische Lösungen finden kann. Sie zeigte aber vor allem, dass sie sich von Rückschlägen wie den Verletzungen oder der Roten Karte gegen Benedikt Liedtke nicht aus der Bahn werfen lässt. Die Spieler steckten nicht auf und kamen nach einem hohen Rückstand zurück ins Spiel. Diese Einstellung muss auch in Angermund die Basis sein.

Quelle: RP
 
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