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Reitsport
Lokalmatadorinnen dominieren das Niederkrüchtener Derby

Niederkrüchten. Beim Sommerturnier mischte Franziska Jahr aus Lobberich im M*-Springen vorne mit. Von Paul Offermanns

Beim großen Sommerturnier des Reitervereins Niederkrüchten auf der vereinseigenen Pferdesportanlage in Gützenrath musste beim M*-Springen ganz genau hingeschaut werden, wer das Finale erreicht. Denn bei dem Turnierhöhepunkt gab es kein Stechen der Null-Fehler-Reiter, sondern es war von vornherein festgelegt, dass die zehn besten Reiter die Siegerrunde bestreiten. Die Zeiten spielten also eine wichtige Rolle. In der Siegerrund selbst blieben dann sechs Reiter ohne Abwurf. Der Schnellste davon war Leonhard Bahners (RFV Rodebachtal) mit Chin Nino in der flotten Rundenzeit von 27,66 Sekunden.

Wegen der Siegerrunden-Regelung kamen fünf Reiter, die im Normalumlauf auch ohne Abwurf geblieben waren, wegen schlechterer Zeiten nicht weiter. Trotzdem wurden sie ebenso platziert wie ein weiterer Reiter mit nur 0,25 Zeitfehlern, aber ohne Gewinnausschüttung. Zwei weitere Reiter mit 0,25 Zeitfehler wurden aber nicht mehr platziert. Auffällig war, dass es im M*-Springen mehr Zeitfehler gab als sonst allgemein üblich. "Die Zeit ist beim Springen ein Kriterium. Die Springreiter müssen vorgaloppieren können. Es läuft ja auch oft anders, wenn sie zu schnell reiten und Flüchtigkeitsfehler machen", sagte Parcourschef Michael Johnen. In der Siegerrunde ließ Leonhard Bahners der Konkurrenz keine Chance, immerhin reichten 28,52 Sekunden für Axel Dahmen (Reit- und Fahrgemeinschaft Vinn) mit Ascarda zum ersten Platz in der zweiten Abteilung. Dort schaffte Franziska Jahr (Reit- und Fahrverein Lobberich) mit Crime Time als einzige heimische Vertreterin den zweiten Platz, als sie mit 29,79 ebenfalls noch unter der magischen 30-Sekunden-Marke blieb.

Das Niederkrüchtener Derby über Gräben und Wälle, ein Zeitspringen der Klasse L, blieb dagegen in Niederkrüchtener Hand. Kathrin Römer gewann das Derby mit der erst sechsjährigen Stute Falene in der Streckenzeit von 79,4 Sekunden vor ihrer Vereinskameradin Laura Bohnen (beide RV Niederkrüchten) mit Puerto-Rico (81,5), die schneller war, durch zwei Abwürfe aber acht Strafsekunden aufgebrummt bekam. Das Duell der Familie Diemer entschied Tochter Anna-Celine für sich, denn während sie mit Donnatella 88,95 Sekunden auf Platz fünf landete, landete ihr Vater Thomas mit Olympe Henri (105,67) auf Platz sieben. Gemeinsam hatten sie, dass sie nicht in die Platzierungen kamen.

Das Jump & Drive ist im Abendprogramm der Niederkrüchtener Pferdeleistungsschau sehr beliebt. Dann steigen die Reiter, nachdem sie mit ihrem Pferd einen Springparcours bewältigt haben, als Co-Pilot auf eine Kutsche um, mit der noch eine Slalomstrecke gefahren wird. Wie es der Zufall, waren die Springreiter alle aus dem Amazonenlager und die Herren steuerten die Kutschen. Am Ende stand das Gespann Jessica Doering auf Asgo sowie Jörg Mihm mit Chiko als souveräner Sieger fest - vor Laura Bohnen auf Puerto-Rico und Willi Wolters mit Dina und Gina sowie Charlin Schmitz auf Caray und Rolf Coenen mit Escuda auf den Plätzen zwei und drei.

Quelle: RP
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