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Spieler Des Tages
"Mir ist meine Heimat wichtig"

Viersen. Mittelfeldspieler Jakob Scheller trifft gegen VfR Krefeld-Fischeln II doppelt Von Klemens Zirngibl

Brüggen Die Saison für den Fußball A-Ligisten TuRa Brüggen verläuft alles andere als normal. Verrückte Spiele mit unverhofften Wendungen oder gleich mehreren Toren in der Nachspielzeit sind zurzeit an der Tagesordnung. So auch am vergangenen Sonntag im Spiel gegen den Tabellenzweiten VfR Krefeld-Fischeln II. Schon nach 20 Minuten lag Brüggen in Krefeld mit 0:2 zurück. "Wir haben die Anfangsphase verpennt", erzählt Brüggens Jakob Scheller. Dann aber riss sich die Auswahl von Trainer Jackie Hermanns am Riemen: Noch vor der Halbzeit wandelte Brüggen den Rückstand in ein 3:2 um - einen Treffer trug Scheller dazu bei. Doch die Führung war "absolut glücklich. Erst in der zweiten Hälfte haben wir es geschafft, defensiv etwas besser zu stehen", sagt der defensive Mittelfeldspieler. Das spiegelte sich dann auch im Ergebnis wieder. Scheller selbst erhöhte noch auf 4:2, ehe nach dem Anschlusstreffer der Platzherren das entscheidende Tor zum 5:3 für Brüggen fiel.

Woran diese Schwankungen im eigenem Spiel liegen könnten, kann sich der 26-jährige Scheller selbst nicht so richtig erklären: "Wenn wir das nur wüssten! Oft sind wir einfach zu unkonzentriert und machen zu viele individuelle Fehler. Wir können die mannschaftliche Kompaktheit einfach noch nicht über 90 Minuten auf den Platz bringen."

Er selbst spielt seit seinem achten Lebensjahr Fußball und das am liebsten bei seinem Heimatverein TuRa Brüggen. Fast sein ganzes Fußballer-Leben hat er dort verbracht. Nur einmal spielte er im Alter von 21 Jahren ein halbes Jahr beim VSF Amern, kam aber trotz Stammplatz beim damaligen Tabellenersten wieder zurück, um seinen Heimatverein in Zeiten der Not zu unterstützen. "Brüggen ist meine Heimat, und es stand damals nicht so gut um den Verein. Da ist es klar, dass ich versuche zu helfen. Mir ist Heimat, Kameradschaft und Freundschaft wichtig", betont Jakob Scheller.

In dieser Saison hat er mit der TuRa hohe Ziele: "Unser Ziel ist ganz klar der Aufstieg. Das Potenzial ist auf jeden Fall da, es sind auch ein paar Verletzte zurück gekehrt. Aber dafür müssen wir mehr investieren." Momentan sieht es für TuRa Brüggen in der Tabelle gut aus, denn sie steht auf Platz vier mit lediglich zwei Punkten Abstand zum Spitzenreiter. Dabei werden die nächsten Wochen entscheiden, ob TuRa auch längerfristig im Aufstiegsrennen mitmischen kann: Schon im nächsten Spiel geht es zum Tabellenzweiten, dem Aufsteiger SV Vorst.

Quelle: RP
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