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Lokalsport
Mit starkem Mannschaftsgeist gegen den Abstieg

Waldniel. Waldniel spielt seit zehn Jahren in der Fußball-Bezirksliga, doch jetzt droht der Sturz in die Kreisliga. Von Philip von der Bank

Im kommenden Sommer droht eine Ära zu Ende zu gehen. Die Fußballer des SC Waldniel spielen seit der Saison 2007/08 ununterbrochen in der Bezirksliga, sind in der laufenden Spielzeit aber so abstiegsgefährdet wie noch nie in der jüngeren Vereinsgeschichte. Als Tabellenvorletzter würden sie Anfang Juli, wie auch der TSV Kaldenkirchen, als Absteiger in die Kreisliga A feststehen. Doch der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft macht den Waldnieler Verantwortlichen viel Mut und gibt Zuversicht für die Rückrunde. Ein Grund für die derzeit schwache Platzierung des Sportclubs ist der verpatzte Saisonstart. Nach drei Niederlagen zum Auftakt gab es für Waldniel im Derby bei Fortuna Dilkrath eine 0:5-Klatsche, woraufhin Hans Weecks zurücktrat. Mit ihrem neuen Trainer Björn Cox kassierten die Waldnieler zwei weitere Pleiten, ehe am siebten Spieltag mit einem 2:0 gegen den SV Lürrip der erste Sieg heraussprang. Bis zur Winterpause verbuchten die Schwalmtaler in weiteren elf Saisonspielen lediglich sieben Punkte - zu wenig, um den Abstand zu den direkten Konkurrenten entscheidend zu reduzieren. Zum Relegationsplatz sind es fünf, bis zum ersten Nicht-Abstiegsplatz bereits acht Punkte Rückstand. Das Positive Mit vielen Leistungen zeigte sich Björn Cox in der Hinrunde einverstanden - auch, wenn die Ergebnisse nicht immer stimmten. Dies macht er auch an der mannschaftlichen Geschlossenheit aus, die seiner Ansicht nach das Waldnieler Team prägt. "Die Mannschaft ist zwischen alt und jung gewachsen. Wir sind schon stolz darauf, dass die Jungs die Situation so annehmen", erklärt Cox und hebt dabei die tolle Trainingsbeteiligung hervor.

Allerdings spricht kaum eine Statistik nach der Hinrunde für den SC Waldniel. Der Sportclub hat die schlechteste Defensive der Liga sowie die drittwenigsten Tore erzielt. Darüber hinaus steht Waldniel sowohl in der Heim- als auch in der Auswärtstabelle auf dem vorletzten Rang. Ähnlich wie in Kaldenkirchen dürften die Gründe auch hier bei der Unerfahrenheit des Kaders liegen. "Da möchte ich den Jungs aber keinen Vorwurf machen. Das ist der Lernprozess, den wir gemeinsam durchmachen", stellt sich Björn Cox vor sein Team. Um die fehlende Routine innerhalb der Mannschaft etwas ausgleichen zu können, hat Waldniel mit dem Rückkehrer Julian Rode (Union Nettetal) und Keeper Dennis Metten (VSF Amern) zwei wichtige Spieler an Land gezogen. "Mit ihnen wollen wir punktuell Erfahrung in die Mannschaft bringen", sagt Björn Cox. Ihm stehen zur Rückrunde außerdem Joshua Strohfeldt (1. FC Viersen) und mit Philipp Küppers (TSV Boisheim) ein weiterer Schlussmann zur Verfügung. Eine richtige Winterpause hatten die Waldnieler nicht. Stattdessen zeigten sich alle dazu bereit, den Trainingsbetrieb - abgesehen von den Feiertagen - aufrecht zu erhalten und den Kampf gegen den Abstieg anzunehmen. In Vorbereitung auf die am Sonntag anstehende Schwalmtalmeisterschaft wurde abwechselnd in der Halle und auf dem Platz trainiert. Vor dem Nachholspiel am 4. Februar bei Victoria Mennrath bestreitet Waldniel ein dreitägiges Trainingslager in Dortmund.

Quelle: RP
 
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