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Unsere Ehrenamtler
Mittler zwischen Tradition und Moderne

Viersen. Romuald Minth ist 23 Jahre Vorsitzender des Viersener Turnvereins. Jetzt sucht er einen Nachfolger.

Viersen (off) Romuald Minth sitzt beim Viersener Turnverein auf dem "Chefsessel". Als ehrenamtlicher Vorsitzender lenkt er seit nunmehr 23 Jahren gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen die Geschicke des Viersener Turnvereins 1848 mit über 500 Mitgliedern. "Nach Anfrage des VTV 1848, ob ich mir vorstellen kann, die Nachfolge von August Maassen als Vorsitzender anzutreten, stimmte ich nach einer kurzen aber intensiven Bedenkzeit zu", sagt der 71-Jährige. Im Frühjahr 1994 trat er dann das Amt des Vorsitzenden an.

Damit übernahm er auch die Verantwortung für die vereinseigene Turnhalle (gebaut: 1927) an der Gereonstraße. "Neben den repräsentativen und verwaltenden Aufgaben als Vereinsvorstand stellten der Erhalt und die Sanierung unserer Turnhalle von 1926 eine besondere Herausforderung dar", meint der Pensionär. Durch die Unterstützung von Spendern und Förderern, Einsatz von Mitgliedsbeiträgen sowie die tatkräftige Mitarbeit von Vereinsmitgliedern konnten in den vergangenen Jahren Sanitärbereich, Heizungsanlage, Flure und die eigentliche Hallenfläche vollständig erneuert werden. "Ich kann den Unterstützern nur Dank sagen", betont Minth. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stand und steht jedoch immer die Aufgabe, ein anspruchsvolles sportliches Angebot für die altgedienten Mitglieder zu erhalten, aber auch spannende und attraktive Angebote zu entwickeln, um junge, neue Mitglieder zu gewinnen. "Der VTV 1848 ist einer der ältesten und traditionsreichsten Vereine der Region. Dafür habe ich immer mit gesorgt: Dass der VTV 1848 in seinem Herzen jung und modern bleibt", erklärt Minth. Neben den Klassikern des Breitensports wie Leichtathletik, Turnen und Prellball sowie den etablierten Bereichen Volleyball und Badminton haben er und seine Vorstandscrew das sportliche Angebot jüngst um die Bereiche Trampolin, Shaofu, Parcours, Tanzgruppen und Rückentraining erweitern können.

"Durch die positive Resonanz aus diesen Bereichen sowie die stabile sogar moderat steigende Mitgliederzahl fühlen wir uns in unseren Entscheidungen bestätigt", sagt der 70-Jährige. Rückblickend auf seine 23 Jahre Vereinsarbeit lässt ihm die Freude seiner Mitglieder am Sport, die oftmals harte und anstrengende Arbeit als Vorsitzender des VTV 1848 vergessen. "Auch wenn mir bis heute die Tätigkeit viel Freude bereitet, so wäre ich jedoch gerne bereit, den Vorsitz des VTV 1848 in jüngere Hände zu legen." Jetzt kann er nur hoffen, dass sich bei der Jahreshauptversammlung am kommenden Sonntag ein passender Nachfolger findet.

Quelle: RP
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