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Lokalsport
Nach China zum Tischtennis-Training

Lokalsport: Nach China zum Tischtennis-Training
Balazs Hutter (r.) mit Ex-Weltmeister Wang Liqin. Der ASV-Spieler reiste mit dem WTTV zu einem Trainingslager nach China. FOTO: Privat
Schanghai/Viersen. Balazs Hutter vom Regionalligisten ASV Süchteln war Teil einer Gruppe, die ein elftägiges Trainingslager in der Metropole Schanghai absolvierte. Dabei traf er auch auf den dreimaligen Einzelweltmeister Wang Liqin. Von Andre Piel

Mit einer Menge neuer Erfahrungen ist Balazs Hutter von seiner elftägigen Reise nach China, dem Mutterland des Tischtennissports, zurückgekehrt. Der 17 Jahre alte Regionalliga-Spieler des ASV Süchteln war in den Herbstferien mit einer Delegation des Westdeutschen Tischtennis-Verbandes (WTTV) zu einem Trainingslager in Shanghai geflogen. Verbandstrainerin Christine Mettner und WTTV-Honorartrainer Bernd Ahrens begleiteten neben Hutter sieben weitere Nachwuchssportler aus dem WTTV.

"Es waren anstrengende Tage, die aber auch sehr erlebnisreich waren", sagte Hutter nach seiner Rückkehr. "Die Zeitumstellung, das Klima und das Essen waren sehr gewöhnungsbedürftig." Untergebracht war die Reisegruppe auf einem riesigen Sportgelände. Dort ist neben vielen weiteren Sportarten (Volleyball, Beachvolleyball, Fußball, Schwimmen, Rudern) das Shanghai Table Tennis & Badminton Center beheimatet. Dies wird vom dreimaligen Tischtennis-Weltmeister im Herren-Einzel (2001, 2005 und 2007) Wang Liqin geleitet. Auf dem Programm standen zumeist drei Trainingseinheiten pro Tag; wobei sich am Morgen auch noch eine Konditionseinheit anschloss. Die dort lebenden chinesischen Talente waren sehr starke Trainingspartner. Für die Deutschen, die zumeist im Deutschen Tischtennis-Zentrum in Düsseldorf trainieren, war auch das Training ungewöhnlich. "Wir haben uns kurz eingespielt und dann mit dem jeweiligen Partner abgesprochen, was wir trainieren wollen", sagte Hutter. "Das haben wir dann individuell geregelt. Die Trainer haben nur Hilfestellung bei der Schlagtechnik gegeben." Der Defensivkünstler hatte in Absprache mit Jungen-Bundestrainer Klaus Schmittinger und Bernd Ahrens seine Trainingsziele definiert: "Ich habe mir vorgenommen, meinen Angriff zu verbessern." Als moderner Abwehrspieler muss Hutter auch über einen guten Vorhand-Topspin verfügen. Zudem hat er das Blockspiel mit seinem Noppenbelag trainiert. Mit seiner grundsätzlich defensiv orientierten Spielweise war er ein begehrter Trainingspartner. Dass die intensive Arbeit in China Kraft gekostet hat, war am Sonntag bei den Bezirksmeisterschaften zu sehen. Da verlor der kurz zuvor zurückgekehrte, an eins gesetzte Hutter im Finale gegen seinen Teamkameraden Andreas Konzer mit hauchdünn 2:3.

Einer der Höhepunkte der Reise war der Besuch der Innenstadt von Schanghai, mit 15 Millionen Einwohnern eine der größten Städte der Welt. Die Trainingsreise war der Gegenbesuch im Rahmen eines Austauschprogramms, das der Landessportbund (LSB) mit dem Kanton Schanghai vor einigen Jahren beschlossen hatte. Der LSB übernahm alle Kosten. "Wir wollen als Verband auch von dem Programm profitieren", sagte WTTV-Trainer Stephan Schulte-Kellinghaus. "Die Trainer haben sich viel abgeschaut."

Quelle: RP
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