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Lokalsport
Nettetal arbeitet Partie in Sonsbeck auf

Nettetal. Mit etwas Abstand versucht der Fußball-Landesligist dem 2:2 auch etwas Positives abzugewinnen.

Dass ein Spiel, wie das am Mittwochabend beim SV Sonsbeck noch länger nachwirkt, lässt sich gut nachvollziehen. Schließlich gab Fußball-Landesligist Union Nettetal bei dem 2:2 als haushoch überlegenes Team eine 0:2-Führung aus der Hand und musste kurz vor dem Abpfiff noch zwei Platzverweise schlucken. Deswegen herrschte gestern eine Mischung aus Ärger und ungläubigem Staunen über das Geschehene vor.

"So ein verrücktes Spiel habe ich noch nicht erlebt", meinte Dirk Riether, der seit dem vergangenen Wochenende auf den Posten des Abteilungsleiters zurückgekehrt ist. "Wir müssen sechs zu null führen, wenn wir nur die 100-prozentigen Chancen nutzen. Die Mannschaft hat super gespielt. Wir müssen uns nur den Vorwurf machen, das Spiel nicht vorzeitig entschieden zu haben", ergänzte Riether. Unmittelbar nach dem Spiel war Trainer Chiquinho maßlos enttäuscht und mächtig sauer.

Doch nach einer Nacht Schlaf war der größte Ärger schon wieder verraucht. "Das war unser bestes Spiel in dieser Saison. Deswegen ist es so schade, dass sich die Jungs nicht dafür belohnt haben", sagte der Ex-Profi, der gestern darum bemüht war, das Positive aus dem Gastspiel in Sonsbeck zu ziehen. "Ich habe vorher gesagt, dass wir auch mal damit zufrieden sein müssen, einen Punkt mitzunehmen. Das haben wir unter dem Strich geschafft."

Gar nicht anfreunden kann sich Chiquinho allerdings mit den beiden Platzverweisen gegen Martin Stroetges und Tom van Bergen. Während Stroetges in der Schlussphase wegen einer Grätsche vom Feld musste, folgte ihm van Bergen wegen einer vermeintlich verbalen Entgleisung. "Abgesehen davon, dass ich die Entscheidung gegen Martin für zu hart halte, hat Tom nur gesagt, dass die Rote Karte gegen Martin ein Witz sei. Das ist für mich keine Beleidigung", erklärte Chiquinho. Doch auch wenn die Längen der Sperren noch nicht feststehen, ist klar, dass die beiden wichtigen Spieler in der nächsten Partie am 18. Oktober bei Viktoria Goch fehlen werden. "Bisher hatten wir aus personeller Sicht Glück. Jetzt kommt eine Phase, wo andere Spieler in die Bresche springen müssen", sagte Chiquinho. Er selbst fliegt mit der Weißweiler-Elf heute erst mal nach Rom, seine Spieler haben bis Dienstag frei.

(ben-)
 
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