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Nettetal reist mit klaren Vorteilen nach Süchteln

Lokalsport: Nettetal reist mit klaren Vorteilen nach Süchteln
Am 9. März 2014 gewann der ASV Süchteln (rote Trikots) im bislang letzen Aufeinandertreffen daheim mit 1:0 gegen Nettetal. Gelänge morgen die Wiederholung, wäre das eine große Überraschung. FOTO: Franz-Heinrich Busch
Grenzland. Über dreieinhalb Jahre gab es die Partie in der Fußball-Landesliga nicht. Die Gäste aus Nettetal gehen als haushoher Favorit ins Derby. Von Wiltrud Wolters

In einem der beiden Grenzland-Derbys der Fußball-Landesliga erwartet der ASV Süchteln morgen (14.30 Uhr) den SC Union Nettetal. Das erste Punktspiel gegen die Nettetaler seit dem 9. März 2014. Damals gewann der ASV zu Hause 1:0, stieg am Ende aber ab. Im Vorfeld sind die Rollen klar verteilt, schließlich spielen die Gäste um den Aufstieg, während der Aufsteiger aus Süchteln bemüht ist, sich weiterhin von der Abstiegszone fernzuhalten. Im Vergleich der Mannschaftsteile wird das deutlich.

Torhüter: Union Nettetal hat sich nicht auf eine klare Nummer eins festgelegt. In Gestalt von Simon Gerdts und Tim Tretbar verfügt Union über zwei in etwa gleichwertige Torhüter, die ihre Stärken in dieser Saison schon unter Beweis stellen konnten. Es ist auch ihr Verdienst, dass Nettetal bislang die zweitwenigsten Gegentore aller Landesligisten kassierte. Der ASV setzt zumeist auf Philip Grefkes, der seine Aufgabe gut meistert, auch wenn ihn die Defensive schon häufiger im Stich gelassen hat. Kevin Kallen kann aus beruflichen Gründen weniger trainieren. Wertung: 0:1

Abwehr: Die Defensive ist das Sorgenkind der Süchtelner. Verletzungsbedingt muss Trainer Losing seine Formation immer wieder verändern. Maurice Bock (Fingerbruch), Marc Peters (Kreuzband), Alexander Verlinden (Kreuzband) und Patrick Terporten (Hüfte) fallen langfristig aus. Hinzu kommt nun auch noch Bojan Adler (Bänderverletzung). Die Nettetaler hingegen können seit Saisonbeginn in der Mehrzahl aller Spiele konstant mit Max Pohlig, Bastian Levels, Blerim Rrustemi und Gowtham Kugathasan spielen. Mit Blick auf die Eingespieltheit, Qualität und Erfahrung ist das ein deutlicher Vorteil für die Gäste. Wertung: 0:1

Mittelfeld: Im Mittelfeld sind beide Teams qualitativ gut aufgestellt. Die Süchtelner bringen in Gestalt von Eric Bongartz, Mounir Ben Moussa, Karsten Robertz, Kai Schürmann oder Martin Banasch, der im Derby aufgrund einer Bauchmuskelzerrung vermutlich nicht spielen kann, viel Erfahrung auf das Feld. Kai Baumeister und Angelo Recker stehen für die junge Garde. Die Nettetaler setzen im Zentrum mit dem starken Pascal Regnery, Michael Enger und Martin Stroetges auf Stabilität, auf den Flügeln in wechselnden Besetzungen etwa mit Maurice Heylen, Lucas Reinert, Brian Dollen oder Moritz Münten auf viel Tempo. Wertung: 1:1.

Angriff: Die Nettetaler sind in der Offensive brandgefährlich. 39 Tore, der zweitbeste Wert in der Liga, sprechen für die Offensivqualitäten. Andreas Kus, Tobias Gorgs und Markus Keppeler können jeden Gegner ärgern, und sie bringen viel Erfahrung in der Landesliga mit. Das ist der große Unterschied zu den Offensivkräften der Süchtelner. Mit Ausnahme des routinierten Nando di Buduo ist die Landesliga für Morten Heffungs und Samy Forestal weitgehend Neuland. Gleichwohl brauchen sie sich nicht zu verstecken. Wertung 0:1

Fazit: Union Nettetal ist personell derzeit deutlich breiter aufgestellt. Die Spieler scheint die Konkurrenzsituation zu beflügeln, so dass sich dem Trainerteam viele Variationsmöglichkeiten bieten. Beim ASV Süchteln ist das ganz anders. Aufgrund der vielen Ausfälle stellt sich das Team zumindest in der Defensive fast von alleine auf. Der Vergleich der Mannschaftsteile endete 4:1 für Nettetal. Doch vielleicht wirkt ja der Derby-Charakter Wunder.

Quelle: RP
 
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