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Neue Tischtennisteams in Süchteln

Lokalsport: Neue Tischtennisteams in Süchteln
Sie gehören den neuen Mannschaften des TTVE Süchteln-Vorst an: (v.l.) Siegfried Cichon, Klaus Rabura, Rudolf Müller, Wlodzimircz Hankiewicz, Thomas Bröxkes und Ralph Brüggemann. FOTO: Privat
Viersen. In Gestalt des Regionalligisten ASV Süchteln kommt aus der Sportart Tischtennis die höchstspielende Mannschaft der Stadt Viersen. Ganz überraschend sind jetzt zwei hochkarätige Tischtennisteams dazu gekommen. Der TTVE Süchteln-Vorst ist in der am Wochenende beginnenden Spielzeit der Landesliga, der höchsten Spielklasse im Behinderten- und Rehabilitationssportverband Nordrhein-Westfalen (BRSNW), mit zwei Mannschaften vertreten. Von Andre Piel

Triebfeder dahinter ist der Süchtelner Thomas Bröxkes, der als Tischtennisspielleiter beim BRSNW arbeitet. Um im Behindertensport auf höherem Niveau seinen Lieblingssport betreiben zu können, spielte er bis vergangene Saison bei der VSG Wipperfürth. Weil es Bröxkes störte, dass es in näherer Umgebung keine Alternative gab, suchte er das Gespräch mit dem Vorstand des TTVE Süchteln-Vorst. Als seine Idee dort auf offene Ohren traf, machte er sich an die Mannschaftszusammenstellung.

Einige seiner bisherigen Teamkameraden aus Wipperfürth konnte er nach Süchteln-Vorst locken. Zudem ist es Bröxkes gelungen, in Gestalt von Jürgen Simon (Recklinghausen) und Ralph Brüggemann von Borussia Mönchengladbach zwei starke Spieler zu verpflichten. Ergänzt wird die erste Mannschaft mit Cengiz Yilmaz vom ASV Süchteln. "Wir haben eine gute Mannschaft zusammengestellt, die oben mitspielen kann", sagt Bröxkes, der an Position vier gemeldet wurde. Die Spielstärke beider TTVE-Teams wurde vom Verband so hoch eingeschätzt, dass sie direkt in die Landesliga aufgenommen wurden. Wobei Bröxkes genau rechnen musste, um die Mannschaften aufzustellen: "Bei der Zusammenstellung der Mannschaft muss auf Stärke und Handicap geachtet werden."

Jeder Spieler wird aufgrund seiner Behinderung einer Wettkampfklasse mit Punktzahl zugeteilt. Die "Gesündesten" gehören zur Klasse der Allgemeinbehinderten mit sechs Punkten und die Spieler mit dem größten Behinderungsgrad zur Wettkampfklasse sechs mit einem Punkt. Eine Mannschaft darf insgesamt maximal 18 Punkte haben. Auch bei den Behinderten wird in unterschiedlichen Ligen mit Auf- und Abstieg gespielt. Die höchste Liga ist die Landesliga, die gleichzeitig auch die höchste deutsche Spielklasse ist, darunter kommt die Oberliga. Die Liga besteht aus neun Mannschaften, die jeweils einmal gegeneinander spielen. Um die Kosten für die Vereine niedrig zu halten, werden pro Spieltag zwei Spiele ausgetragen. Die ersten Drei spielen mit den Vertretern der anderen Landesverbände den Meistertitel aus. "Die Qualifikation für die deutsche Mannschaftsmeisterschaft wäre toll", sagt Bröxkes.

Wobei der DM-Titel schon an die RBSG Solingen vergeben sein dürfte. Schließlich sind die Klingenstäder elfmal in Folge Deutscher Meister geworden. Auch Borussia Düsseldorf mit dem Paralympics-Sieger Jochen Wollmert wird weit vorne erwartet. Der erste Spieltag wird morgen für Süchteln-Vorst in eigener Halle gleich zu einem echten Gradmesser. Denn nachdem beide TTVE-Teams zu Beginn aufeinandergetroffen sein werden, spielt die Erstvertretung gegen den DM-Topfavoriten RBSG Solingen. Die Reservemannschaft bestreitet ihr zweites Spiel gegen die VSG Wuppertal.

Die Aktivitäten von Bröxkes wurden auch schon auf nationaler Ebene anerkannt. Ihm ist es gelungen, die Deutsche Mannschaftmeisterschaft 2017 nach Viersen zu holen. "Als Ausrichter sind wir dann, unabhängig von unserem Abschneiden in der Landesliga, auf jeden Fall dabei", sagt er.

Quelle: RP
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