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Lokalsport
Neuer Trainer macht Hinsbeck zur Rückrunden-Überraschung

Kreis. Neben Meister TuRa Brüggen überzeugten in der Fußball-Kreisliga A nach der Winterpause aus Grenzlandsicht die Rhenania und Dülken. Von Werner Fuck

Dramatik oben wie unten kennzeichneten die abgelaufene Spielzeit in der Fußball-Kreisliga A mit den entscheidenden Ausnahmen, dass der Abstieg des Linner SV und von Thomasstadt Kempen früh feststand - auch weil die Kempener am Grünen Tisch einen Sieg aberkannt bekamen. TuRa Brüggen wurde Meister, was viele auf dem Plan hatten. Was aber nicht, ist die Trennung von Trainer Jackie Hermans betrift. Dabei ist das letzte Wort zwar gesprochen, aber rund um den Vennberg brodelt es noch.

Auch der SV Grefrath hatte sich den Aufstieg auf die Fahnen geschrieben und dank der Tormaschinen Dennis Hoffmann und Daniel Obst auch geschafft. Und die Offensive, mit Rückkehrer Michael Funken noch toll ergänzt, soll auch eine Klasse höher das Prunkstück der Blau-Weißen bleiben. Völlig überraschend kam der OSV Meerbusch als Dritter ebenfalls noch in den Aufstiegsgenuss.

Alle Erwartungen erfüllt haben die Teams, die hinter diesem Trio Drei einkamen. Das sind der TSV Kaldenkirchen, SV St. Tönis und BV Union Krefeld. Ganz erstaunlich, wie sie mit verhältnismäßig geringen Mitteln immer wieder schlagkräftige Mannschaften auf die Beine stellen. Die Unionisten kompensierten sogar den Ausfall von Torjäger Pascal Reintjes durch den lange verletzten Patrick Leenen. Zur Winterpause sprach bei Rhenania Hinsbeck alles für den zweiten Abstieg in Folge. Die Notbremse wurde gezogen und in Maik Schatten einem "Trainergreenhorn" die Verantwortung übergeben, der sich dafür gleich mit der zweitbesten Bilanz der Rückrunde bedankte. Ähnlich war die Situation beim Dülkener FC. Der aber setzte beim Wechsel auf der Kommandobrücke auf Erfahrung, holte Urgestein Klaus Ernst zurück und machte damit ebenso alles richtig. Wie diese beiden liegt auch die Anrather Viktoria als Neunter mit 43 Zählern auf der Habenseite voll im Soll. Geräuschlos ging übrigens der Wechsel von Erfolgscoach Burkhard Michels, der aus privaten Gründen passen musste, zum Nachfolger Christoph Kempers über die Bühne.

Zu den Verlierern der Saison gehören der SV Vorst und die Reserve des VfR Fischeln. Nach der Hinrunde noch ganz vorne im Geschäft, waren es in der Endabrechnung nur noch ein paar Pünktchen vor dem drittletzten Platz. Wobei zur Ehrenrettung des SV gesagt werden muss, dass er nie in Abstiegsgefahr geriet, was bei den Fischelnern ganz anders war. Sie machten erst am vorletzten Spieltag mit einem Zittersieg alles klar. Der SC Viktoria Krefeld ist trotz einer kurzen Schwächeperiode drin geblieben. Vor allen Dingen die gute Offensive des Neulings hatte daran ihren Anteil. Nach einer Komplettumwälzung des Kaders und der Verantwortlichen an der Seitenlinie setzte kaum noch jemand einen Pfifferling auf den TSV Bockum. Aber Coach Andre Rogge machte vieles richtig, konnte sich auf Torjäger Enes Tazsoy weiter verlassen und auf Kempener Unwissenheit, was zu drei Zählern am Grünen Tisch führte, obwohl es eine Niederlage gab. Preussen Krefeld brauchte als Aufsteiger lange, um sich zu akklimatisieren. Später lief es dann gut, dennoch lange es unter dem Strich nicht bzw. erst, als der Kreisfußball-Ausschuss entschied, dass einer weniger runter muss.

Und Kempen und Linn? Beide waren einmal etablierte Landesligisten. Fazit bei den Thomasstädtern: Sie haben zwar einen neuen Vorstand, aber keine Spieler mehr, die die Vereinspolitk mitbestimmen wollen, spielen dafür aber demnächst auch in der Kreisliga B. Allerdings kann ein Neubeginn oft auch sehr sinnvoll sein. Der soll auch beim Linner SV gemacht werden. Er musste übrigens zum zweiten Mal in Folge absteigen.

Quelle: RP
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