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Billard
Platz drei bei DM könnte für Nettetaler ein gutes Omen sein

Bad Wildungen/Nettetal. Dreibandspieler Tom Löwe war mit seiner Vorstellung bei der U21-DM nicht zufrieden. Ende April steht für ihn die EM Brandenburg an.

Enttäuscht war Tom Löwe nach dem dritten Platz bei den Deutschen U21-Meisterschaften im Dreiband-Billard in Bad Wildungen. Er hatte sich mehr ausgerechnet. Auch voriges Jahr fast um die gleiche Zeit war er nur Vierter geworden. Trotzdem wuchs er danach bei den Europameisterschaften über sich hinaus und holte mit neuem deutschen Rekord Platz zwei. Das könnte ein gutes Omen sein, denn Löwe vertritt mit Tobias Bouerdick (Kamen), der Deutscher Vizemeister wurde, die deutschen Farben bei den Europameisterschaften vom 28. bis 30. April in Brandenburg.

Die nationalen Titelkämpfe waren für Tom Löwe mit viel Hektik und Stress verbunden. Die Vorrundenspiele sowie Halbfinale und Finale waren zwei Tage vorgezogen worden. Tom Löwe musste jetzt kurzfristig schon am Samstag anreisen, was ihm nicht gut auskam, weil er noch ein Zweitliga-Spiel für Essen-Finnentrop hätte bestreiten müssen. Als Stammspieler war er für den Spieltag nicht zu ersetzen, so dass sein Team verlor. Bei aller Enttäuschung darüber startete Löwe mit einem Gruppensieg in die DM. Nicht eingeplant war dabei allerdings nach Erfolgen gegen Daniel Sauerbier (Oberursel) und gegen Simon Bandel (Bochum) die Niederlage gegen Jan Gaspari (Bottrop). So war Löwes Selbstbewusstsein für das Halbfinale gegen Tobias Bouerdick (Kamen), der Zweitplatzierten der anderen Gruppe, etwas angeknackst. Beide Kontrahenten waren für diese Titelkämpfe als die Favoriten gehandelt worden. Der Kamener spielte nun das Spiel seines Lebens und bezwang den Nettetaler mit 30:15 Punkten bei einem Generaldurchschnitt von 1,4, der internationalen Maßstäben bei den Erwachsenen entspricht.

Kurz vor der DM hatte Tom Löwe den Trainer gewechselt. Der 19-jährige Mathematikstudent trainiert nicht mehr bei Martin Horn, Deutschlands erfolgreichstem Dreibandspieler. Löwe arbeitet wieder mit dem Mönchengladbacher Jürgen Kühl, bei dem er als 15-Jähriger seine Karriere begann. Ihr erstes Training hatten sie Freitag vor den Deutschen Meisterschaften, was aber noch keine besonderen Auswirkungen auf Löwes Spiel hatte.

(off)
 
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