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Handball
Primus Lobberich macht es spannend

Nettetal. Der TVL gewann in der Handball-Oberliga 26:25 in Oberhausen. Auch der TSV Kaldenkirchen feierte in Bottrop mit 25:19 einen Auswärtssieg. Von Wiltrud Wolters

Der TV Lobberich behauptet seine Spitzenposition in der Handball-Verbandsliga. Die Lobbericher siegten in einem knappen Spiel 26:25 (15:12) bei der HSG RW Oberhausener TV. Der TSV Kaldenkirchen setzte sich 25:19 (13:9) beim Schlusslicht SC Bottrop durch und bleibt den Spitzenteams mit drei Punkten Rückstand auf den Fersen.

Die Lobbericher führten in Oberhausen von Beginn an. Zwar taten sich die Spieler mit der Spielweise des Gegners, der oft mit dem siebten Feldspieler agierte, zunächst schwer, doch nach etwa einer Viertelstunde pendelte sich der Vorsprung bei drei bis vier Toren ein. Die Gäste hielten die Oberhausener fortan auf Distanz. Allerdings wurde es in den letzten Minuten noch einmal mächtig eng. Lobberich musste nach dem 25:21 drei Gegentore in Folge bis zum 25:24 schlucken, weil die Mannschaft ihre eigenen erstklassigen Möglichkeiten, unteren anderem aus dem Gegenstoß, nicht nutzte. Felix Himmel, mit neun Toren erneut der erfolgreichste Werfer seiner Mannschaft, sorgte mit dem 26:24 in der Schlussminute für die endgültige Entscheidung. "Wir haben es dann souverän gelöst", sagte Trainer Christopher Liedtke. Er sprach von einem "von vorne bis hinten verdienten Sieg". Es freute ihn besonders, dass seine Akteure kontinuierlich auf einem Level agierten und Oberhausen weniger als 30 Tore gestatteten. "Wenn die 30 Tore geworfen haben, haben sie immer gewonnen", meinte Liedtke. In der Abwehr glänzten Dennis Föhles und Alexander Hankmann im Mittelblock sowie Felix Himmel. Im Angriff überzeugte neben Himmel vor allem Ruben Dorenbeck, der aus halbrechten Rückraum viele Akzente setzte.

Torhüter Carsten Hesse und die gute Defensive sorgten für den Sieg des TSV Kaldenkirchen in Bottrop. "Carsten hat den Bus vors Tor gefahren. Er hat alles gehalten und war unser bester Mann", sagte Trainer Philipp Clodt. Nach etwa einer Viertelstunde setzte sich der TSV über 9:5 und 13:7 ab. Die Bottroper ließen sich jedoch nicht abschütteln. Das blieb auch in der zweiten Halbzeit so. Der TSV überzeugte insbesondere mit dem schnellen Spiel im Gegenstoß, das der Mannschaft viele Tore bescherte, schaffte es aber dennoch nicht, die endgültige Entscheidung herbeizuführen.

"Wir hätten den Sack viel früher zumachen müssen. Das ist uns erst ab der 55. Minute gelungen", sagte Clodt. Nach dem 22:18 warfen Thomas Heyer und Noel Marx die Tore zum 25:18. Der TSV spielte sicher in der Defensive und im gebundenen Angriff ruhig und besonnen, leistete sich aber viele Fehlwürfe. "Wir haben uns damit um den Lohn gebracht. Es war ein hartes Stück Arbeit", meinte Clodt. Da sich nach Maik Tötsches auch Christian Leyendeckers im Abschlusstraining einen Bänderriss zugezogen hatte, feierten Nils Coenen und Vincent Winkels aus der A-Jugend ihr Debüt. Außerdem spielte Julian Merten erstmals wieder mit. Der ehemalige Kaldenkirchener war zuletzt nicht aktiv und hilft dem TSV nun aus.

Quelle: RP
 
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