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Fußball
Schlechte Nachricht vor Unions Topspiel

Fußball: Schlechte Nachricht vor Unions Topspiel
Obwohl Tom van Bergen (r.) bei Union Nettetal für die Abwehrarbeit zuständig ist, hält er sich ab und an auch gerne in den gegnerischen Strafräumen auf. Auf diese Defensiv- und Offensivqualitäten müssen die Nettetaler nächste Saison verzichten, denn van Bergen wechselt zum SV Straelen. FOTO: Franz-Heinrich Busch
Nettetal. Nach der Niederlage gegen Primus Kleve empfängt Nettetal heute den Tabellenzweiten VfB Homberg zum nächsten Topspiel. Seit kurzem steht fest, dass Tom van Bergen zum SV Straelen geht - dorthin, wo die Union am Montag spielt. Von David Beineke

Die zurückliegenden Tage hätten wirklich besser laufen können für die Landesliga-Fußballer von Union Nettetal. Zunächst verpassten sie am Sonntag im Gipfeltreffen beim 1. FC Kleve, sich bis auf einen Zähler an den Tabellenführer heranzuschieben. Und dann wurde vor dem nächsten Topspiel heute daheim gegen den Tabellenzweiten VfB Homberg auch noch amtlich, dass Tom van Bergen als die verlässliche Konstante in der Nettetaler Innenverteidigung den Verein in Richtung Ligakonkurrent SV Straelen verlässt. Also zu dem Verein geht, bei dem die Union dann am Ostermontag antreten muss.

"Tom spielt noch bei uns. Deswegen ist es völlig egal, gegen wen wir am Montag spielen", sagt Union-Coach Chiquinho. Und auch wenn er nicht gerade glücklich über den Abschied seines Abwehrchefs sein dürfte, nimmt er die Tatsache zumindest nach außen auffällig entspannt: "Wenn ein Verein wie Straelen sich für einen unserer Spieler entscheidet, dann sehe ich das als Bestätigung für unsere gute Arbeit." Die Straelener hatten zuvor schon mit den Verpflichtungen von Trainer Stephan Houben und Stürmer Thorsten Lippold, beide vom Oberligisten 1. FC Mönchengladbach, aufhorchen lassen. Vorsitzender und Sponsor Hermann Tecklenburg arbeitet offenbar an der Rückkehr in die Oberliga. Auch Nettetals Sportlicher Leiter Dennis Treker nimmt den Abschied van Bergens gelassen. "Das ist ein Einzelfall, den wir akzeptieren. Tom hat mit offenen Karten gespielt", sagt Treker, der schon vor einigen Wochen vermeldet hatte, dass der Großteil des aktuellen Kaders auch nächste Saison für Nettetal spielt. Und auch in Sachen Zugängen sind die Gespräche offenbar weit fortgeschritten. "Wir werden nächste Saison noch stärker sein", kündigt Treker an.

Das hört sich vielversprechend an, denn schon jetzt mischen die Nettetaler vorne mit und haben heute Abend die Chancen, bei einem Sieg mit dem VfB Homberg nach Punkten gleichzuziehen. Doch das bedeutet im Umkehrschluss auch, dass im Falle einer Niederlage der Anschluss ganz nach oben etwas verloren gehen könnte. Aber von einer Drucksituation will Chiquinho angesichts dieser Konstellation nichts wissen. "Wir haben keinen Druck, denn wir wollen nicht aufsteigen", sagt der Union-Trainer, der eingesteht, dass seine Mannschaft noch nicht so weit ist, um bis zum Schluss ernsthaft um die Plätze eins und zwei mitzuspielen. Als Beispiel führt er die letzten 25 Minuten der Partie in Kleve an, wo es entscheidend an der Konzentration gehapert habe. "Alles in allem macht es meine Mannschaft aber sehr gut. Es fehlen nur Kleinigkeiten, an denen wir arbeiten werden", sagt Chiquinho. Schon heute gegen einen starken Gegner wie Homberg können die Nettetaler einen weiteren Schritt in ihrer Entwicklung machen. Wobei Chiquinho die Bedeutung der Partie nicht überbewertet wissen will: "Es kommen noch viele Spiele, in denen wir uns eine gute Ausgangsposition für die Zukunft erarbeiten können."

Quelle: RP
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