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SG Dülken gewinnt emotionales Derby

Lokalsport: SG Dülken gewinnt emotionales Derby
Vor gut gefüllten Rängen wird im Derby intensiv zugepackt. Hier schnappt sich Dülkens Mark Kämmerling den Ball. FOTO: Franz-Heinrich Busch
Viersen. Zum Auftakt der Handball-Landesliga ging es in der Halle Ransberg hoch her, die gastgebende SG setzte sich gegen den ASV Süchteln sicher mit 21:16 durch. Wegen der vielen Zuschauer wurde eine zweite Tribüne benötigt. Von Wiltrud Wolters

Das Derby zwischen den Handballern der SG Dülken und dem ASV Süchteln bleibt ein Erlebnis - eben kein Spiel wie jedes andere. Ob des großen Zuschauerandrangs wurde in der Halle Ransberg zur Pause eine zweite Tribüne ausgefahren. Getränkenachschub musste her. Und auf dem Spielfeld schlugen die Emotionen hoch. Zeitweise ähnelte der Auftakt in die Landesliga-Spielzeit dem Nahkampfringen, bei dem die Männer mit dem Wischmob in den zahlreichen Unterbrechungen mehr Einsatzzeiten bekamen als so mancher Wechselspieler. Allerdings stand der Sieger der Partie eigentlich nie ernsthaft in Frage. Die SG Dülken setzte sich 21:16 (10:5) durch.

Ein ausschlaggebender Faktor waren die Torleute. Während Rico Mühlenbruch im Tor der SG sehr stark auftrumpfte, hatten die Süchtelner Pech. Björn Birnig schied zur Pause verletzt aus. Feldspieler Julian Schneider rückte für ihn zwischen die Pfosten und zeigte einige bemerkenswerte Paraden. Sein Fehlen auf dem Feld wirkte sich allerdings sehr deutlich aus. Darüber hinaus machte Mark Kämmerling für die SG mächtig viel Alarm am Kreis. Er beschäftigte immer zwei Abwehrspieler und dennoch gelang es ihm, Freiräume zu schaffen oder selbst zum Abschluss zu kommen. Kämmerling und Max Greven sowie Rico Mühlenbruch hatten großen Anteil daran, dass die SG über 4:2 und 8:2 mit einer 10:5-Führung in die Pause ging. Die Süchtelner versuchten in der zweiten Hälfte, die SG aus dem Rhythmus zu bringen. Boris Jovanic dirigierte im Abwehrzentrum lautstark seine Mitspieler, aber so recht wollte nicht viel gelingen. Auch die enorm starke Unterstützung der Süchtelner Anhänger brachte die Wende nicht. Erst recht nicht nach einer doppelten Zeitstrafe für den ASV. Die SG nutzte diese Phase mit den Toren zum 14:6. Die Partie verflachte nun zusehends. Die Hausherren steuerten über 18:11 und 21:12 einem sicheren Sieg entgegen.

Die Protagonisten auf beiden Seiten wussten im Nachgang ganz genau, dass das Derby handballerisch nicht das Gelbe vom Ei war. Süchtelns Pressewart Olav Schwäbe sprach gar von einer "Katastrophe in der ersten Hälfte". Die Leistung sei ein Spiegelbild der Vorbereitung, meinten die Verantwortlichen. Es gebe viel zu tun. Beim Sieger aus Dülken fällt das Fazit naturgemäß ein wenig positiver aus. "Wir haben eine Bombenabwehr gespielt und hatten einen starken Torhüter. Unser Sieg geht zu 90 Prozent auf die Abwehrleistung zurück. Vorne haben wir das individuell gelöst. Wir haben viel mehr Potenzial, aber wir haben auch noch viel Arbeit vor uns", sagte Trainer Peer Wagemann über den Saisonstart des Verbandsliga-Absteigers.

Quelle: RP
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