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Handball
SG Dülken kassiert die erste Niederlage der Saison

Grenzland. In der Handball-Verbandsliga verloren die Dülkener daheim gegen Hiesfeld. Kaldenkirchen siegte in Lürrip.

Am sechsten Spieltag hat es die Handballer der SG Dülken erwischt. Der bisher ungeschlagene Spitzenreiter der Handball-Verbandsliga verlor völlig unnötig 28:33 (11:12) gegen den TV Jahn Hiesfeld. Dem TSV Kaldenkirchen gelang dagegen ein Auswärtssieg in Lürrip.

Von der ersten Sekunde an demonstrierten die Gäste in der Dülkener Sporthalle Ransberg, dass sie unbedingt um den Sieg mitspielen wollten. Sie bejubelten sich gegenseitig nach gelungenen Aktionen und motivierten sich damit immer wieder aufs Neue. "Sie waren präsenter und motivierter. Hiesfeld hat einfach mehr für das Spiel gemacht", musste Dülkens Trainer Niklas Voß eingestehen. Die Dülkener schafften es von wenigen Phasen abgesehen nicht, eine Grundaggressivität in ihr Spiel zu bekommen. Die Dülkener spielten nur mit, ohne Akzente setzen zu können. Dass sie dem keineswegs übermächtigen Gegner durchaus Probleme bereiten konnten, zeigten sie nur kurz vor dem Wechsel, als sie nach 6:9-Rückstand noch mit einer 12:11-Führung in die Pause gingen. "In der zweiten Hälfte haben wir 20 Minuten lang totalen Schrott gespielt", sagte Voß. Die Folgen waren eklatant. Dülken geriet 18:24 ins Hintertreffen. Erst in der Schlussphase berappelten sich die Gastgeber und verkürzten bis zum 25:26. Zwei, aus Dülkener Sicht überflüssige Zeitstrafen, führten dazu, dass die Gäste dann aber wieder auf 30:25 wegzogen. "Das war eigene Dummheit. Wir waren immer einen Schritt zu spät oder einen Schritt zu langsam. Das ärgert uns Trainer", sagte Voß. Für die SG trafen Kämmerling (8), L. Greven (6), Recker (4), M. Greven (3), Brandenburg (2), Himmel (2), Sips (2), Reich und Nothofer.

Der TSV Kaldenkirchen feierte einen 29:26 (13:14)-Sieg bei der TS Lürrip. Beim Schlusslicht fand der TSV schwer ins Spiel, weil die Mannschaft in der Abwehr nicht aufmerksam genug agierte. Trainer Felix Linden ärgerte es beispielsweise, dass die Lürriper sich alle Abpraller angelten. "Sie haben zur Pause verdient geführt", sagte Linden. Zur zweiten Hälfte stellte der TSV im Angriff etwas um und ging in der 36. Minute mit dem 20:19 erstmals in Führung. Bis zum Ende hin behauptete das Team dann eine knappe Führung von bis zu drei Toren. Nicht zuletzt, weil der Ex-Lürriper Carsten Hesse im TSV-Tor seiner Mannschaft mit drei Paraden in den letzten Minuten rettete. Ein Sonderlob verdiente sich auch der andere Ex-Lürriper Christian Leyendeckers, der fünf Tore erzielte. Linden fand auch Gefallen an der Abwehr im Zentrum, wo sich Christoph Mönicks (1), Milan Langheinrich (1) und Lars Görder (5) nach dem Ausfall von Aaron Jennes abwechselten. Die weiteren Tore warfen Marx (6), Coenen (4), Tötsches (3) und Rosati (2) und Merzenich (2).

(wiwo)
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