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Lokalsport
Sogar ein Weltmeister schießt mit seinem Bogen auf den Patschel

Brüggen. Der Schützenverein Gut Schuss Bracht richtete zum zweiten Mal den Wettbewerb Patschel's Revenge aus. 160 Teilnehmer waren mit dabei.

Stattliche 160 Bogenschützen streiften bei traumhaften Witterungsbedingungen bei der 2. Patschel's Revenge durch die Wälder und Sandgruben in der Nähe des ehemaligen Brachter Depotgelände. Unter den Bogenschützen befand sich sogar der Weltmeister Yannic Arnold (der World Bowhunter Championships 2015). Der Düsseldorfer kam als Sieger bei den Herren mit dem Jagdbogen in der teilnehmerstärksten Klasse mit 54 Bogenschützen auf 618 Punkte. Mehr Zähler hatte nur der Wuppertaler Compound-Bogenschütze Kai Falkenberg mit 648 Treffern (von 660 möglichen Punkten).

Die Veranstaltung bekam durch den eisernen Patschel, nach der Brunnenfigur im Brüggener Ortsteil Born benannt, den Namen. Patschel nahm nämlich gleich Revanche, wenn die Pfeile nicht seinen Fisch trafen und somit böse abprallten und entzwei gingen. Die Bogenschützen, die ganz aus Nordrhein-Westfalen und aus den benachbarten Niederlanden kamen, bedienten dabei gekonnt Pfeil und Bogen, um möglichst viele Punkte zu bekommen. Wer im sogenannte Kill traf, bekam die vollen 20 Punkte, wurde in unmittelbarer Nähe der Körper getroffen, gab's immerhin noch 17 Zähler. Bei der Patschel-Attrappe gab's für einen Volltreffer sogar die doppelte Punktzahl. Die Bogenschützen waren bei der Punktejagd nicht nur mit traditionellen, sondern auch mit technischen Bögen (mit besonderen Visiereinrichtungen und Stabilisatoren) ausgestattet. Die Teilnehmer nahmen 32 Stationen ins Visier, wobei jedes Ziel ein Tier war. Teilweise wirkten sie wie echt, zum Beispiel der Reiher am Schilfteich oder ein schlagender Adler im Wald. Willi Koch war mit 83 Jahren der älteste Bogenschütze. Der sechsjährige Linus Jonas aus Wegberg als jüngster Schütze spannte ebenfalls seinen Bogen. "Von den Bogenschützen wurden wir jetzt mehr gelobt als letztes Jahr", meinte Christian Lorenz, Leiter der Bogenabteilung beim Schützenverein Gut Schuss an der Kreuzstraße. Aus seinem Verein spannte keiner den Bogen zum Wettkampf. "30 Helfer, davon viele Jugendliche haben gut mitgeholfen, damit alles organisatorisch nahezu reibungslos vonstatten ging", sagte er. Die Patschel-Bogner überlegen, ob sie aus dem Turnier im kommenden Jahr eine Zwei-Tages-Veranaltung machen sollen.

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