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Spieler Des Tages
Standards als Spezialität des Union-Kapitäns

Viersen. Michael Killich war am Sonntag an drei Toren des Fußball-Landesligisten aus Nettetal beteiligt. Von David Beineke

Nettetal An die Spielzeit 2012/2013 denkt Michael Killich nicht allzu gerne zurück. Damals stieg er mit dem VfR Krefeld-Fischeln nach einer Saison voller Pleiten, Pech und Pannen sang- und klanglos aus der Oberliga Niederrhein ab. In der Folge war ihm kurzzeitig die Lust am Fußball so vergangen, dass er ernsthaft darüber nachdachte, sich weit weg einen Verein in der Nähe seiner Arbeitsstelle in Köln zu suchen oder mit ein paar Kumpels von früher nur noch aus Spaß an der Freude zu kicken. Zum Glück für den SC Union Nettetal hat er weder das eine noch das andere in die Tat umgesetzt.

Denn der Kapitän der Nettetaler hat als linker Verteidiger und Spezialist für ruhende Bälle seinen Anteil daran, dass es aktuell in der Landesliga richtig gut läuft. Beim 3:2-Auswärtserfolg am Sonntag gegen den SV Hönnepel-Niedermörmter II, mit dem die Union ihren zweiten Tabellenplatz verteidigte, war Killich direkt oder indirekt an allen drei Toren beteiligt. Zwei seiner Ecken fanden in Martin Stroetges und Blerim Rrustemi dankbare Abnehmer, eine Freistoßflanke landete am Pfosten, woraus sich über Umwege der 3:2-Siegtreffer entwickelte. "Ich habe noch das eine oder andere Tor mehr vorbereitet. Aktuell klappen die Standards richtig gut", sagt Killich. Der 30-Jährige ist mit seinem linken Fuß für die ruhenden Bälle zuständig, die nicht direkt auf Tor gehen sollen. Doch der Union-Kapitän ist weit davon entfernt, seine Rolle am aktuellen Nettetaler Höhenflug über zu bewerten. Vielmehr habe sich der ohnehin schon gute Teamgeist mit den neuen Spielern noch weiterentwickelt und die Mannschaft sei durch die Zugänge deutlich breiter aufgestellt und variabler. "Jetzt können wir durch Wechsel noch mal richtig Qualität aufs Feld bringen. Außerdem nutzen wir die zahlreichen Chancen, die wir uns erspielen, besser", erklärt Michael Killich.

Dass er in Nettetal landete, hat die Union ihrem Ex-Trainer Dieter Hußmanns zu verdanken. Hußmanns, mit dem Killich schon in Fischeln zusammengearbeitet hatte, überzeugte ihn 2013 von einem Wechsel in die Christian-Rötzel-Kampfbahn. Insgesamt neun Jahre kickte Michael Killich nach seiner Jugendzeit in St. Tönis und beim Hülser SV für die Fischelner, machte in dieser Zeit zwei Auf- und zwei Abstiege in die Niederrheinliga beziehungsweise Oberliga mit. Er weiß also nur zu gut, was die Nettetaler erwarten würde, wenn sie sich ganz oben halten könnten und sogar aufsteigen würden. Doch soweit will er gar nicht denken: "Ich glaube, da sind noch Mannschaften, die besser sind als wir. Wir wollen unsere gute Phase so lange wie möglich nutzen und schauen dann mal, wo wir am Ende stehen."

Quelle: RP
 
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