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Lokalsport
Strammes Programm bei den Senioren-Weltmeisterschaften

Lyon/Viersen. Für den 74-jährigen Reiner Goertz vom ASV Süchteln beginnt heute die WM im französischen Lyon. Seine Lieblingsdisziplin ist der Zehnkampf.

Reiner Goertz vom ASV Süchteln geht ab heute bei der Leichtathletik-WM der Senioren in französischen Lyon an den Start. Er freut sich darauf, weil er die Atmosphäre liebt und viele Freunde trifft. Der Nachwuchs des ASV Süchteln in den Wurfdisziplinen drückt seinem Trainer die Daumen, dass er bei der WM gut durchkommt und erfolgreich abschneidet.

Eine weite Anreise hatte er nicht. Denn er bereitete sich zuvor an der südfranzösischen Grenze in den Pyrenäen in der Nähe von Rosas (Spanen) vor. Viereinhalb Stunden Fahrtzeit brauchte er bis nach Lyon. Für die WM hat sich der 74-Jährige hat strammes Programm vorgenommen: Er startet im Zehnkampf, Werfer-Fünfkampf, Speerwerfen und Stabhochsprung. Da ist ganz wichtig, dass er die Knieverletzung in den Griff bekommen hat, die ihn zuletzt bei den Deutschen Meisterschaften stark behinderte. Zumal auch die WM-Konkurrenten aus aller Herren Länder enorm stark sind: "Es ist bei mir alles am Start, was Rang und Namen hat." Als erstes steht für Reiner Goertz der Zehnkampf im Programm. Die Königsdisziplin der Leichtathletik macht er sehr gerne, weil er sie schon in seiner Jugend ausgeübt hat. "Hoffentlich komme ich hier die zwei Tage gut durch, dass ist nämlich für mich sehr anstrengend und wird mich bestimmt sehr schlauchen", erklärt Goertz. Seine Angstdisziplinen sind dabei die 400 und 1500 Meter Laufen, da weiß er sich nicht richtig einzuschätzen: "Da muss ich gut durchkommen - egal wie."

Hat er im Zehnkampf mit 18 Mitstreitern zu tun, trifft er im Werfer-Fünfkampf auf 28 Gegner. Der ehemalige Vize-Weltmeister und World-Masters-Game-Sieger im Speerwurf ist neben dem Stabhochsprung auch wieder in seiner Paradedisziplin dabei. Beim Speerwurf starten 23 Konkurrenten. "Ich muss die Vorentscheidung überstehen. Die besten zwölf kommen weiter", sagt er. Eine Bestweite von 41,98 Metern kann er vorweisen: "Da komme ich aber nicht mehr heran, ich werde ja auch älter." Im nächsten Jahr ist der ASV-Athlet dann in die Altersklasse 75 dabei, darauf freut er sich: "Da stehe ich wieder am Anfang einer neuen Klasse und zähle zu den jungen Hüpfern."

(off)
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