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Lokalsport
Süchteln steht im Kreispokal-Endspiel

Viersen/Süchteln. Fußball: Die Auswahl von Trainer Heinrich Losing bezwang gestern Abend den klassenhöheren 1. FC Viersen mit 2:0 und zog so ins Endspiel ein. Im Finale wartet nun Blau-Weiß Meer oder DJK/VfL Giesenkirchen, die am 23. November spielen. Von Philipp von der Bank

Der ASV Süchteln hat es geschafft. Die Bezirksliga-Fußballer gewannen am Freitagabend das Kreispokal-Halbfinale gegen den Landesligisten 1. FC Viersen mit 2:0 (0:0) und zogen dadurch nicht nur in das Endspiel ein, sondern sicherten sich erstmals seit sieben Jahren wieder ein Ticket für den Niederrheinpokal.

Es war wahrlich kein Leckerbissen, den die rund 200 Zuschauer bei nasskalten Bedingungen auf der Volksbank-Arena zu sehen bekamen. Von der ersten Minute an konnte keine Mannschaft spielerisch überzeugen, wodurch klar war, dass kleinste Fehler diese Partie entscheiden werden. In den Anfangsminuten leisteten sich vor allem die Gastgeber die ein oder andere Unachtsamkeit, die Viersen aber nicht ausnutzen konnte. "Wir haben in der ersten Halbzeit zu wenig Emotionen gezeigt und standen auch zu tief", kritisierte Süchtelns Trainer Heinrich Losing.

Beinahe wären die Fahrlässigkeiten des Gastgebers bestraft worden. Nur wenige Sekunden nach dem Anpfiff sah der ASV den Ball im Aus und stellte das Spielen ein, Viersens Nedim Akkus kam im fortlaufenden Angriff zur Schussmöglichkeit, die Kevin Kallen im ASV-Tor aber zur Ecke entschärfen konnte. Nach einer Viertelstunde gab es dann die größte Gelegenheit im ersten Abschnitt für Viersen: Eine Flanke von Eike Broens wurde gefährlich abgefälscht, Kallen kam mit den Fingerspitzen an den Ball und lenkte ihn gerade noch so an den Pfosten. Im Nachschuss verpasste es dann Nedim Akkus, aus aussichtsreicher Position die Kugel im Süchtelner Gehäuse unterzubringen. "Wir hatten in der ersten Halbzeit die klareren Chancen", sagte FC-Trainer Willi Kehrberg, der auf der anderen Seite nur eine gefährliche Aktion der Hausherren sah. Mounir Ben Moussa zog von der rechten Seite aus in die Mitte und schloss mit seinem starken linken Fuß ab, doch Viersens Schlussmann Jens Lonny erledigte seinen Job und zeigte eine starke Parade.

Heinrich Losing sprach in der Halbzeitpause die Fehler seiner Mannschaft an und sah dann nach dem Seitenwechsel einen besseren Auftritt seiner Schützlinge. Für Willi Kehrberg war nach dem ersten Abschnitt klar, dass "das erste Tor entscheidend" sein wird. Damit sollte er recht behalten. Am Ende waren es tatsächlich zwei Fehler, die die Partie entscheiden sollten. In der 62. Minute konnten die Viersener den Ball nicht aus der eigenen Gefahrenzone klären, was Kai Baumeister ausnutzte. Er stibitzte einem Gästespieler den Ball ab, zog in den Strafraum ein und markierte die Führung für seine Mannschaft. Zehn Minuten vor dem Ende sorgte dann ein Querschläger von FC-Akteur Volkan Akyil für die Vorentscheidung. Sein misslungener Abwehrversuch landete über zwei Stationen bei Kevin Preschel, dessen Hereingabe von der rechten Seite Kai Schürmann fand, der aus kurzer Distanz souverän zum 2:0 einnetzte (79.). Am Ende fehlten den Viersenern die Ideen, um eine Schlussoffensive zu starten.

Im Hinblick darauf, dass Willi Kehrberg einige Änderungen in der Startformation vornahm, nahm er sein Team nach der Partie in Schutz: "Der Auftritt von uns war nicht schlecht. Ich mache meiner Mannschaft keinen Vorwurf." Auf der anderen Seite befand Heinrich Losing, dass der Sieg "aufgrund der zweiten Halbzeit verdient war." Für ihn und sein Team geht es nun im Finale gegen den Sieger der Partie Meer gegen Giesenkirchen (23. November).

Quelle: RP
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