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Süchtelner freuen sich aufs erste Derby

Lokalsport: Süchtelner freuen sich aufs erste Derby
Ein Bild aus dem Jahr 2014: Als Süchteln (rote Trikots) in einem Meisterschaftsspiel zum bislang letzten Mal bei den VSF Amern auflief, setzte es eine 1:2-Niederlage. Am Ende der Saison stieg der ASV aus der Landesliga ab. FOTO: Theo Titz
Grenzland. Drei Jahre hatte sich der ASV Süchteln aus der Fußball-Landesliga verabschiedet. Im sechsten Spiel nach der Rückkehr geht's erstmals gegen einen Grenzland-Konkurrenten. Morgen steht die Partie bei den VSF Amern auf dem Programm. Von David Beineke

Als Ende Mai der Meistertitel in der Fußball-Bezirksliga und damit der Aufstieg in die Landesliga feststand, machte sich bei Spielern und Verantwortlichen des ASV Süchteln Vorfreude breit. "Da wollten wir hin. Wir haben so lange dafür gearbeitet, uns mit Mannschaften wie dem 1. FC Mönchengladbach und den Grenzland-Teams zu messen. Diese Herausforderung nehmen wir gerne an", meinte damals beispielsweise Florian Meier in seiner Funktion als Sportlicher Leiter der Dülkener. Mit den Gladbachern hatte der ASV schon gleich im ersten Saisonspiel die Ehre (0:1), das erste Grenzland-Derby steht für ihn morgen auf dem Programm. Dann geht es zu den VSF Amern.

Das bislang letzte Meisterschaftsspiel gegen die Truppe aus Schwalmtal bestritten die Süchtelner am 17. April 2014, ebenfalls im Rösler-Stadion. Die Partie ging 1:2 verloren (Alexander Müllers erzielte die ASV-Führung, Kosta Agathagelidis sorgte mit zwei Toren für die Wende) und war damit ein weiterer Schritt Richtung Abstieg. Theoretischen hat der ASV also noch eine Rechnung offen, allerdings gibt es bei beiden Mannschaften nicht mehr allzu viele Protagonisten, die damals dabei waren. Die Trainer sind auf beiden Seiten neu. Aus Sicht der Spieler gehen bei den Süchtelnern Mounir Ben-Moussa, Karsten Robertz und der ewige Eric Bongartz als Zeitzeugen durch, bei den Amenern Dennis Metten, Daniel Kawohl, Dennis Brinschwitz und Max Gotzen. In der Anfangsformation der VSF stand damals auch Dominik Kleinen, der nach einem Abstecher zum 1. FC Viersen inzwischen wieder in Amern spielt, doch der Innenverteidiger fällt aktuell wegen einer Knieverletzung langfristig aus.

Damit ist er leider kein Einzelfall, denn beide Mannschaft haben trotz des frühen Saisonzeitpunkts aktuell schon mit massiven Personalproblemen zu kämpfen - insbesondere in der Defensive. "Bei uns könnte deshalb etwas die physische Komponente fehlen", sagt VSF-Coach Willi Kehrberg, der gegen Rath letztmals auf Michel Busen zurückgreifen konnte. Der wuchtige Mittelfeldspieler steht bekanntlich aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung. Da auch Fabian Göckler noch nicht auf der Höhe ist, hofft Kehrberg, dass wenigstens die angeschlagenen Nico Oelsner und Toni Weis zur Verfügung stehen. Bei den Süchtelnern haben Erkältungserkrankungen den ohnehin kleinen Kader weiter dezimiert. Insbesondere die Außenverteidigerpositionen bereiten Trainer Heinrich Losing Kopfschmerzen. Bojan Adler ist zwar aus dem Urlaub zurück, aber noch nicht in der körperlichen Verfassung für die Startelf. Doch jammern ist die Sache beider Trainer nicht. "Wir werden trotzdem eine gute, entsprechend motivierte Truppe auf den Platz bringen", verspricht Heinrich Losing, und auch Willi Kehrberg ist sich sicher, dass er eine schlagkräftige Elf aufbieten kann, die den Derby-Charakter annehmen wird.

Angesichts der Tatsache, dass die Süchtelner mit zehn Punkten auf dem Konto und einem richtig guten Lauf anreisen, während die VSF erst zwei magere Pünktchen gesammelt haben, sieht Kehrberg darin ohnehin die größte Chance: "Wir müssen da hinkommen, dass nicht der bisherige Saisonverlauf eine Rolle spielt, sondern dass Leidenschaft und Wille über Sieg oder Niederlage entscheiden." Wobei Losing trotz des besseren Saisonstarts sowieso nichts von der Favoritenrolle wissen möchte: "Auch wenn wir eine eingespielte Mannschaft haben, hat sich Amern in ähnlicher Besetzung schon seit vielen Jahren in der Landesliga behauptet."

Quelle: RP
 
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