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Lokalsport
Süchtelnerin läuft in Schweden über 800 Meter zu EM-Silber

Eskilstuna/Viersen. Bei den kontinentalen Titelkämpfen der U 20-Leichtathleten kam Sarah Schmidt nach 2:04,55 Minuten als Zweite ins Ziel.

Die Süchtelnerin Sarah Schmidt erfüllte sich bei den U 20-Europameisterschaften der Leichtathleten im schwedischen Eskilstuna einen großen Traum. Die 18-Jährige vom LAZ Mönchengladbach holte sich über 800 Meter Platz zwei. Überglücklich genoss die Abiturientin die Siegerehrung, als sie silbernes Edelmetall umgehängt bekam. "Ich wollte unbedingt eine Medaille haben."

Als Vize-Europameisterin überquerte Deutschlands schnellste 800-Meter-Läuferin in 2:04,55 Minuten die Ziellinie. Die junge Mittelstrecklerin konnte in der Nacht vor dem Finale erstaunlich gut schlafen. Zuversichtlich startete sie in den Finaltag. Gemeinsam mit ihrem Trainer Johannes Gathen hatte die WM-Zwölfte des Vorjahres mehrere mögliche Rennvarianten durchgespielt und sich eine Taktik zurechtgelegt. "Nun galt es für mich, meine Wettkampfspannung bis zum Startschuss aufzubauen, das gelang mir vortrefflich", sagte Sarah Schmidt. Zum zweiten Mal im Nationaltrikot des Deutschen Leichtathletik-Verbandes stand Schmidt, die einst beim ASV Süchteln ihre leichtathletische Karriere startete, sichtlich selbstbewusst und zielgerichtet an der Startlinie. Sie hatte die für sie optimale Bahn vier zugewiesen bekommen. "Die stärksten Konkurrentinnen standen direkt neben und vor mir", sagte die Süchtelnerin mit den pinkfarbenen Kompressionsstrümpfen. Die ersten 150 Meter lief sie forsch an. Erwartungsgemäß ging die Belgierin Renée Eykens das Tempo mit. Die Jahresschnellste, Anita Hinriksdöttir (Island), lief verhalten an, schloss aber bis zur zweiten Kurve zu dem Duo auf. Sarah Schmidt nahm nun kurz das Tempo heraus. Sie drängte die Isländerin somit in die Führungsposition. So ging's auf die Zielgerade. Das Trio passierte die 400-Meter-Marke knapp unter 61 Sekunden. Ausgangs der dritten Kurve verlangsamte sich dann das Tempo etwas. Schmidt setzte zum Überholen an. Doch die Isländerin hielt zunächst dagegen. Durch diese Tempoverschärfung riss schnell eine Lücke zum Feld. Nur Renée Eykens blieb den beiden auf den Fersen. Schulter an Schulter gingen Schmidt und Hinriksdöttir in die letzte Kurve, an deren Ausgang der erwartete Angriff von Eykens kam. Mit ihrem starken Antritt setzte die Belgierin (2:02,83 Minuten) sich schnell ab. Den Sprint um die Silbermedaille entschied Schmidt für sich, Titelverteidigerin Anita Hinriksdöttir kam nach 2:05,05 Minuten ins Ziel.

Mit einem starken Finallauf, den sie weitestgehend mit gestaltete, krönte sie sie ihre außerordentliche Saison. Am Wochenende startet sie bei den Deutschen Meisterschaften in Nürnberg im Frauenfeld. Die Athletin des LAZ Mönchengladbach geht allerdings nicht in ihrer Paradedisziplin 800 Meter an den Start, sondern über 400 Meter. Dabei verfügt sie noch über großes Steigerungspotenzial drin. Eine Zeit um die 54 Sekunden müsste sie rennen können (Bestzeit: 55,15).

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