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Lokalsport
TSV Boisheim startet ohne höhere Ziele

Kreis. Der Absteiger muss in der Fußball-Kreisliga B mit einem fast komplett neuen Kader auskommen.

Auf drei Gruppen in zwei Fußballkreisen sind B-Liga-Teams aus dem Grenzland verteilt. Im Kreis Kempen/Krefeld ist die Konkurrenz vor allem gespannt, wie sich der Absteiger TSV Boisheim in der neuen Spielzeit schlagen wird. Bereits einige Spieltage vor dem Saisonende hatten sich die Boisheimer von ihrem Trainer John Hesen (jetzt SC Waldniel) getrennt und Jürgen Kalina war einige Wochen früher als ursprünglich geplant als neuer Trainer eingesprungen.

"Wir müssen noch immer den Schock der Rückrunde ein wenig verdauen, eben mit der Folge abgestiegen zu sein", sagt Jürgen Kalina. Er muss mit einem fast komplett neuen Kader arbeiten, denn das Gros der Spieler der C-Liga-Reserve ist nach oben gerückt. "Deswegen werden wir garantiert nicht von höheren Zielen reden. Wir sind froh, wenn wir alleine schon das Auftaktprogramm einigermaßen gut überstehen können." Und gleich zum Auftakt geht es gegen einen der Titelanwärter BW Niederkrüchten, dann geht es schon zum bärenstarken Team des amtierenden Nettetaler Hallenstadtmeisters TIV Nettetal, der endlich wieder in die A-Liga möchte. Und im dritten Spiel kommt dann noch die zweite Mannschaft von Union Nettetal II. SuS Schaag spielt wie in der letzten Saison mit zwei Mannschaften in der B-Liga. Die erste Garnitur geht in der Gruppe 1 und die Zweite wie in der letzten Saison wieder in der "Krefelder" Gruppe 2.

Im Fußballkreis Mönchengladbach/Viersen rücken für den abgestiegenen SC Rahser gleich zwei Viersener Teams nach: der 1. FC Viersen III und ASV Süchteln III. Doch zum engsten Favoritenkreis dürfte wieder TDF Viersen zählen. Verstärkt hat sich "Türk-Deutsch" mit Spielern, die bereits Erfahrung in der A-Liga gesammelt haben. Dies ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass es mit dem Saisonziel Aufstieg ernst genommen wird. Dagegen liegt bei den beiden Aufsteigern die Priorität auf dem Klassenerhalt. Die Drittvertretung des ASV sollte nach derzeitigem Stand eher das Ziel einstelliger Tabellenplatz ins Auge fassen. Das Team von Trainer Dirk Dzudzek scheint personell besser und auch breiter aufgestellt zu sein als der andere Neuling. Dort hat nämlich Trainer Dieter Friederix in der vergangenen Saison aus einer Gruppe Straßenfußballer einen Aufsteiger geformt. Allerdings wurde der Kader sinnvoll mit erfahrenen Spielern ergänzt. Ob das reicht, dafür kann das schwere Auftaktprogramm ein Gradmesser sein.

(ms/hohö)
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