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Handball
TSV Kaldenkirchen beendet Durststrecke

Nettetal. Die Kaldenkirchener besiegten in der Handball-Verbandsliga daheim Korschenbroich II 27:24. Die Lobbericher überzeugten beim TV Vorst. Von Wiltrud Wolters

Der TV Lobberich ist im Moment das Maß aller Dinge in der Handball-Verbandsliga. Die Lobbericher siegten im Nachbarschaftsduell beim alten Bekannten TV Vorst 27:20 (13:11) und bleiben damit als einzige Mannschaft in der Liga ungeschlagen. Lobberich führt die Tabelle vor Lank und Oberhausen an. Der TSV Kaldenkirchen ist Tabellensiebter. Nach drei Niederlagen in Folge meldete sich der TSV Kaldenkirchen mit einem 27:24 (12:11) gegen den TV Korschenbroich II zurück.

Die Kaldenkirchener tankten mit dem Heimsieg gegen den sieglosen TV Korschenbroich II neues Selbstvertrauen. Trainer Philipp Clodt sprach von einer disziplinierten Mannschaftsleistung. "Das war kein Vergleich zu Grefrath. Die Spieler hatten die richtige Einstellung", sagte Clodt. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte setzte sich der TSV vom 12:11 über 16:13 und 20:15 ab. Obwohl der TVK, der insgesamt fünf Siebenmeter vergab, zum 18:20 wieder aufschloss, ließ sich der TSV nicht aus dem Konzept bringen und eilte über 24:18 dem Sieg entgegen. "Ich hatte nie das Gefühl, dass wir das Spiel verlieren konnten", meinte Clodt. Die Basis für den Erfolg legten die Gastgeber in der Defensive, in der sich Vincent Widera und Torhüter Carsten Hesse Bestnoten verdienten. "Vincent hat den Laden zusammengehalten. Er war ein richtiger Chef", sagte Clodt. Aus der guten Abwehr heraus bekam der TSV, anders als in den letzten Spielen, auch immer wieder Chancen zum Gegenstoß über die erste und die zweite Welle. In der Offensive lief allerdings noch nicht alles wieder so rund wie zu Saisonbeginn.

Die Lobbericher beeindruckten beim Auswärtssieg gegen den TV Vorst mit einer glänzenden Defensivleistung. "Die echt bärenstarke Abwehr", so Trainer Christopher Liedtke, habe den entscheidenden Unterschied gemacht. Dennis Föhles und Stephan Harwardt ließen im Abwehrzentrum nichts anbrennen. Und das, obwohl ihre Nebenleute gegen die wurfgewaltigen Rückraumspieler der Vorster oft weit vorrücken mussten. Trotzdem gelang es dem TV Lobberich, Gegentore vom Kreis zu vermeiden.

Nach dem 4:4 setzten sich die Gäste über 9:5 bis zum 13:9 ab. Bis zum Wechsel verkürzten die Vorster noch auf 11:13. In der zweiten Hälfte stellten die Lobbericher den alten Abstand bis zum 16:12 wieder her. Nach dem 21:19 schossen die Lobbericher in den letzten zehn Minuten ihren deutlichen Sieg heraus. "Das war eine gute Leistung der ganzen Mannschaft", lobte Liedtke. Neben der guten Abwehr, für die lediglich ein Gegentor in der Schlussphase exemplarisch ist, überzeugte bei den Lobberichern auch der Angriff. Den Spielern gelang es beispielsweise, die Vorster Defensivformation mit einer Manndeckung gegen Felix Himmel aufzuhebeln, indem sie die spezielle Bewachung hinterspielten oder die Kreisläuferposition auflösten und anschließend konsequent in die Nahtstellen zwischen den Halb- und Außenpositionen der Vorster Abwehr stießen.

Quelle: RP
 
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