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Handball
TV Lobberich bricht nach gutem Start ein

Nettetal. Im Heimspiel gegen TuSEM Essen II unterlag der Handball-Oberligist aus Nettetal 26:30, obwohl er nach 45 Minuten noch 22:19 geführt hatte. Ein Rückschlag im Rennen um die Qualifikation für die Nordrheinliga. Von Wiltrud Wolters

Seit gestern wissen die Handballer des TV Lobberich, dass es sich lohnt, im Training immer wieder Schweiß zu vergießen. Bis zur 45. Minute lieferte der Oberligist gegen den Kontrahenten TuSEM Essen II ein gutes Spiel und führte verdient 22:19. Doch in der entscheidenden Endphase fehlte der Mannschaft von Jurek Tomasik die Frische, um das Tempo der Gäste mitgehen zu können. Essen siegte letztlich hochverdient 30:26.

Im Kampf um die Qualifikationsplätze zur Nordrheinliga bedeutet das einen herben Rückschlag. Die Lobbericher müssen nun hoffen, dass ihnen das Glück in den letzten Wochen der Saison zur Seite steht, um den klaren Rückstand auf den Bergischen HC II, die Wölfe Rheinhausen oder den VfB Homberg noch in einen Vorsprung verwandeln zu können. Keine Frage, die Niederlage wurmte die Lobbericher ganz gewaltig, denn sie wussten sehr genau, dass sie das selber zu verantworten hatten. "Das ist ärgerlich. Das mussten wir nicht verlieren", sagte Trainer Jurek Tomasik. Bis zur 45. Minute habe seine Mannschaft am Limit gespielt und dann die Linie verloren. "Wir waren nicht mehr frisch im Kopf und sind konditionell eingebrochen", sagte der Coach. Beide Mannschaften lieferten sich in der ersten Dreiviertelstunde einen offenen Schlagabtausch mit wechselnden Vorteilen und Führungen. Nach 4:6 und 5:7 glich Lobberich zum 11:11 aus, ging 15:12 in Führung und führte in der 37. Minuten 18:15. Bis zum 22:19 durch Christopher Liedtke stemmten sich die Lobbericher mit aller Macht gegen das Bollwerk der Gäste. Doch dann fiel das Team innerhalb weniger Minuten komplett auseinander. Bei Christopher und Benedikt Liedtke war der Akku erkennbar leer. Sie rieben sich wie Jordi Weisz auf. Richard Pasch fand überhaupt nicht ins Spiel. Die Außen wurden wenig eingebunden, das galt auch für den Kreisläufer. Acht Minuten lang trafen die Lobbericher trotz zahlreicher Versuche das Tor nicht.

Auch in der Abwehr passte nicht mehr viel zusammen. Die Spieler kamen vor allem gegen die schnellen Essener Rückraumspieler in der Regel mindestens einen Schritt zu spät. Die fackelten nicht lange und ließen die Lobbericher Torhüter ziemlich alt aussehen. Nach sieben Toren in Folge führten die Gäste in der 53. Minute 26:22. Diesen Vorsprung ließen sie sich in den letzten Minuten nicht mehr nehmen. Nicht zuletzt, weil die Hausherren auch aus einer 6:4-Überzahl keinen Profit schlugen.

TV Lobberich: Matthias Hoffmann, Bastian Nagel - Christopher Liedtke (10), Stefan Pietralla (6), Benedikt Liedtke (6), Richard Pasch (2), Matthias Stelten (2), Tobias Liedtke, Dennis Föhles, Jochen Schellekens, Jordi Weisz, Marcel Schöpper.

Quelle: RP
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