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Handball
TV Lobberich gibt ein Lebenszeichen von sich

Handball: TV Lobberich gibt ein Lebenszeichen von sich
Stefan Pietralla, hier rechts gegen Robin Spickers, zeigte bei seinem Comeback im Trikot des TV Lobberich eine ganz starke Abwehrleistung. FOTO: Franz-Heinrich Busch
Nettetal. Im letzten Spiel des Jahres beendete der Handball-Oberligist aus Nettetal seine Niederlageserie mit einem 22:21 gegen Königshof. Von Wiltrud Wolters

Der TV Lobberich lebt. Mit einem denkbar knappen und überaus glücklichen 22:21 gegen die DJK Adler Königshof verabschiedeten sich die Oberliga-Handballer mit einem Erfolgserlebnis von einem sehr schwierigen Jahr. "Dieses Erlebnis nehmen wir mit in das neue Jahr. Das ist schon sehr wichtig", sagte der sportliche Leiter Markus Kintzelmann.

Ausgelassen bejubelten die Lobbericher ihren Sieg. Spieler und Verantwortliche fielen sich in die Arme. Auf der anderen Seite konnten sich die Königshofer verständlicherweise kaum beruhigen. Die Schiedsrichter mussten sich einiges anhören, denn den in Unterzahl spielenden Gästen wurden in den letzten 100 Sekunden beim Stand von 21:21 zwei Tore abgepfiffen. Es waren nachvollziehbare, aber eben auch knifflige Entscheidungen, die so sicher nicht immer getroffen werden. In einer Partie, die eigentlich ein Unentschieden verdient gehabt hätte, trug das Glück somit eindeutig ein Lobbericher Trikot.

Denn auch die "Musketiere" Dennis Föhles, Christopher Liedtke und Stefan Pietralla sind zurück. Alle drei stellten sich nach ihren Verletzungen in den Dienst der Mannschaft - und das zahlte sich aus. Mitte der zweiten Hälfte hielt es Christopher Liedtke auf der Bank nicht mehr aus. Beim 11:15 kam er und dirigierte den Angriff. Nach seinem Kreuzbandriss hielt er sich noch merklich zurück, dennoch reichte es, um die entscheidenden Akzente zu setzen, beispielsweise bei seinem Pass auf seinen Bruder Benedikt, der das 20:20 erzielte. Und natürlich ließ es sich Liedtke nicht nehmen, in der Schlussminute das Siegtor selbst zu erzielen.

Dennis Föhles und Stefan Pietralla haben einen gewaltigen Anteil daran, dass die Lobbericher nur 21 Gegentore kassierten. Föhles kümmerte sich im Zentrum liebevoll um Königshofs Kreisläufer, und Pietralla ließ auf seiner Abwehrseite in seiner unaufgeregten Art überhaupt nichts anbrennen. Darüber hinaus markierte Pietralla auch noch vier Tore. Neben diesen Dreien glänzte Jordi Weisz. Der A-Jugendliche löste nicht nur seinen Part in der Abwehr sehr souverän, sondern spielt sich auch im Angriff im besser mit seinen Nebenleuten ein.

In der ausgeglichenen ersten Hälfte legten die Lobbericher über weite Strecken ein Tor vor. Nach dem 9:9 übernahmen die Gäste, allen voran Tim Christall. Der Linkshänder war kaum zu bremsen und erzielte zehn Tore. Königshof ging mit 11:9 in die Pause, erhöhte danach auf 15:11 und führte bis zum 21:20. Beim 20:20 nahm Jochen Schellekens sich in einer Manndeckung Tim Christall an. Außerdem handelten sich die Gäste in den letzten Minuten zwei Rote Karten ein, eine nach der dritten Zeitstrafe und eine direkte Rote Karte nach einem Foul an Jordi Weisz im Gegenstoß. Das brachte letztlich die Entscheidung.

Quelle: RP
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