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Handball
TV Lobberich hält in Düsseldorf lange mit

Düsseldorf/Nettetal. In der Handball-Oberliga kassierten die Lobbericher beim ART Düsseldorf eine 24:30-Niederlage. Dabei hatten die Gäste im ersten Durchgang stark gespielt und auch über weite Strecken geführt. Von Wiltrud Wolters

Der TV Lobberich muss sich in der Handball-Oberliga nach wie vor hinten anstellen. Bei ART Düsseldorf unterlagen die Lobbericher 24:30. Da der TV Aldekerk gegen Borussia Mönchengladbach 21:27 verlor, schoben sich die Düsseldorfer mit diesem Sieg zumindest für eine Nacht an die Tabellenspitze der Oberliga.

Die über viele Jahre geltenden Gesetzmäßigkeiten scheinen in dieser Oberliga-Spielzeit außer Kraft gesetzt zu sein. Der Kampf um die Qualifikation zur Nordrheinliga macht es möglich, denn zurzeit ist nichts unmöglich. Jeder kann jeden schlagen und das macht diese Spielzeit so interessant.

Trotz einer sehr ordentlichen Vorstellung waren die Handballer des TV Lobberich nicht in der Lage, bei ART Düsseldorf zu punkten. In der ersten Hälfte brachten sie ein paar Zeitstrafen ins Hintertreffen, in der zweiten Hälfte einige individuelle Fehler. Der TV Lobberich bleibt damit auf dem vorletzten Platz. "Eigentlich haben wir ganz gut in die Partie gefunden und in der ersten Viertelstunde auch geführt", erklärte Hendrik Schönkes, der stellvertretende sportliche Leiter der Lobbericher. Über 3:1 und 6:4 legten die Gäste in der Landeshauptstadt bis zum 10:9 vor. Dann handelten sich die Spieler in kurzer Zeit drei Zeitstrafen ein. In dieser Phase der Lobbericher Unterzahl drehte ART Düsseldorf das Spiel und übernahm mit 15:12 die Führung. Zur Pause lagen die Gastgeber 16:15 vorne.

An den guten Auftritt der ersten Hälfte knüpften die Lobbericher nach dem Wechsel nahtlos an. Nach zwei Toren in Folge führten sie 17:16. Aber so nach und nach gewannen die Gastgeber die Spielkontrolle. Es waren Kleinigkeiten, die aber in der Summe Wirkung erzielten. So stellten die Düsseldorfer beispielsweise die Abwehr um und die Lobbericher schafften es nicht mehr, so konsequent in ihre Wurfzonen zu kommen. Darüber hinaus schränkte der ART e durch geschicktes Abwehrverhalten den Wirkungsspielraum von Lobberichs Neuzugang Ceven Klatt deutlich ein. Auf der anderen Seite gelang es den Lobberichern in der eigenen Defensive nicht, das Abräumen der Düsseldorfer auf ihren Rechtsaußen Patrik Ranftler zu verhindern. Ranftler erzielte zehn Tore.

Die Gastgeber übernahmen in der Folge die Führung, doch die Lobbericher blieben auf Tuchfühlung, bis zum 24:27. Die Spieler wollten die Wende in den letzten Minuten unbedingt erzwingen und suchten den schnellen Abschluss. Indes ohne Erfolg. Die Düsseldorfer profitierten davon und bauten den Vorsprung innerhalb von zwei Minuten auf 30:24 aus. "Wir waren nahe dran, aber wir haben leider ein paar falsche Entscheidungen getroffen", sagte Schönkes.

Aus dem Lobbericher Kollektiv ragten drei Spieler heraus. Dennis Föhles lieferte in Angriff wie Abwehr eine gute Partie. Torhüter Matthias Hoffmann präsentierte als sicherer Rückhalt und Benedikt Liedtke als torgefährlichster Angreifer. Liedtke erzielte acht Tore.

Quelle: RP
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