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Handball
TV Lobberich in Essen auf verlorenem Posten

Essen/Nettetal. So sehr sich der Handball-Oberligist aus Nettetal auch mühte, bei der Bundesliga-Reserve von TuSEM war er beim 23:35 chancenlos. Von Wiltrud Wolters

TuSEM Essen II zeigte dem TV Lobberich die Grenzen auf. Mit 35:23 (19:10) schossen die Essener die Lobbericher Handballer aus der Halle. TuSEM Essen unterstrich mit dieser Leistung die Ambitionen einen Platz in der oberen Tabellenhälfte ergattern zu wollen, um in die Nordrheinliga zu kommen. Der TV Lobberich klebt hingegen weiterhin auf den hinteren Rängen der Oberliga fest. "Das war schon bedrückend", sagte Lobberichs stellvertretender sportlicher Leiter Hendrik Schönkes mit Blick auf die deutliche Niederlage.

Schon beim Warmmachen schwante den Lobberichern nichts Gutes. TuSEM hatte nach Aussagen des TV Lobberich gleich sechs Akteure aus der ersten Mannschaft in das Oberliga-Team abkommandiert. "Das ist legal, aber es bleibt ein ungutes Gefühl", sagte Schönkes. Die Gastgeber zeigten von der ersten Minute an, dass sie keineswegs gewillt waren, dem Außenseiter aus Lobberich auch nur ein Fünkchen Hoffnung zu lassen. Sie führten schnell 4:0. Nach zehn Minuten hieß es bereits 7:2. Über 14:6 gingen die Essener mit einem Vorsprung von 19:10 in die Pause.

Zur zweiten Hälfte versuchten die Lobbericher, mit einer neuen Abwehrformation den Tordrang der Essener ein wenig zu stoppen. Die Außen wurde nun offensiv angenommen und auch der Spielaufbau offensiver gestört. Die Maßnahmen brachten die Lobbericher zumindest ein Stück besser ins Spiel. Im Vergleich zu den deutlichen Kräfteverhältnissen im ersten Durchgang verloren die die zweite Hälfte nur knapp. "Wir haben uns nicht aufgegeben und alles getan", sagte Schönkes. Die Leistung der Lobbericher Akteure sei über dem Limit gewesen.

Am klaren Sieg der Essener änderte das nichts. Die Hausherren waren auf allen Positionen und in jeder Situation körperlich wie spielerisch überlegen. Gegen eine defensivere Abwehrformation trafen sie auch aus großer Distanz aus dem Rückraum. Stellten die Lobbericher um, nutzte TuSEM die sich bietenden Räume über die Eins-gegen-Eins-Situationen konsequent aus. Ein Beleg für die Stärke in der gesamten Breite des Kaders sind die über viele Schützen gleichmäßig verteilten Tore. "Sie haben einfach kein Problem in der Ballbehandlung und lassen den Ball sehr gut laufen. Es entwickelt sich dann ein Spiel, das einfach nicht zu gewinnen ist, obwohl man alles versucht. Ich wüsste nicht, wer gegen diese Essener gewinnen könnte. Da hätte selbst der TV Aldekerk nichts zu bestellen", sagte Schönkes.

Quelle: RP
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