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Handball
TV Lobberich patzt im Topspiel gegen Vorst

Nettetal. Der Primus der Handball-Oberliga unterlag 22:23, hat aber noch alles in der eigenen Hand. Kaldenkirchen spielte in Korschenbroich 24:24. Von Wiltrud Wolters

Die Handballer des TV Vorst tanzten und die Lobbericher wussten nicht so recht, was ihnen da gerade widerfahren war. Im Spitzenspiel der Handball-Verbandsliga unterlag der TV Lobberich daheim 22:23 (13:9). Damit hat das Team an der Tabellenspitze etwas an Boden verloren, aber nach wie vor noch alles in der eigenen Hand. "Wir haben uns das selber zuzuschreiben", sagte Trainer Christopher Liedtke.

Der Druck, der auf beiden Mannschaften lastete, war deutlich spürbar. Zahlreiche Fehler hüben wie drüben und auch beim Unparteiischen-Gespann prägten die Partie. Nachdem die Lobbericher in der ersten Hälfte vieles richtig gemacht hatten und vor allem dank der Tore von Felix Himmel von 9:8 auf 13:9 davongezogen waren, ließen sie sich das Heft des Handelns in der zweiten Hälfte mehr und mehr entreißen. Die Vorster schafften es mit besonnenem Spiel in der Offensive und unter anderem durch die konsequente Manndeckung gegen Simon Hinzen, dass sich der TV Lobberich ihrem Spiel anpasste. Damit beraubte sich der Gastgeber seiner ureigensten Stärke, dem Tempospiel. Nach dem 15:11 unterliefen den Hausherren einige Fehlpässe und Fehlwürfe, die dazu beitrugen, dass der TV Vorst durch Pascal Mertens zum 15:15 ausgleichen konnte. In der Folge entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Obwohl die Gastgeber lange knapp vorne lagen, gelang es ihnen nicht, sich abzusetzen. In der spannenden Schlussphase hatten die Lobbericher das Pech, dass Himmel einmal das Torgebälk traf und einen Angriff abgepfiffen bekam. Manuel Stelzhammer (9) brachte die Gäste dann in der Schlussminute 23:22 in Führung. Lobberich setzte im letzten Angriff alles auf eine Karte, doch der Versuch des Kempa-Tricks misslang. "Es ist enttäuschend. Wir haben zu viele Fehler gemacht", sagte Liedtke. Zehn Fehlwürfe, vielleicht ein Dutzend technischer Fehler, zwei Zeitstrafen wegen Meckerns und zwei verworfene Siebenmeter seien in der Summe in so einem Spitzenspiel einfach zu viel.

Dem TSV Kaldenkirchen reichte in der Partie beim TV Korschenbroich II eine starke Schlussphase, um aus einem schwachen Spiel beim 24:24 (9:14) wenigstens noch einen Punkt zu holen. "Wir haben vorne nichts auf die Reihe bekommen", sagte Trainer Philipp Clodt. Dreieinhalb Minuten vor dem Ende lag der TSV noch 19:24 zurück. Acht Sekunden vor dem Ende belohnte Maik Tötsches (11/6) seine Mannschaft für die furiose kämpferische Leistung mit dem Ausgleichstreffer. "Wir haben 50 bis Minuten eigentlich ganz gut gedeckt. Korschenbroich kam über den Gegenstoß oder Siebenmeter zum Erfolg", erklärte Clodt. In der Offensive aber haperte es, weil es dem TSV nicht gelang, die 6:0-Abwehr der TVK auseinander zu spielen. "Über Eins-gegen-Eins-Situationen war viel möglich, aber wir haben es auch zu selten geschafft, die Gegner ins Eins-gegen-Eins zu zwingen", meinte Clodt. Neben den besten Torschützen Maik Tötsches und Steffen Coenen überzeugte Vincent Widera.

Quelle: RP
 
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