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Handball
TVL-Frauen in der Anfangsphase wie vom anderen Stern

Nettetal. Strahlend lagen sich die Spielerinnen des Handball-Oberligisten TV Lobberich nach dem Schlusspfiff in den Armen, denn sie gewannen das am Ende noch spannende Heimspiel gegen den Rheydter TV 30:28 (17:13).

Nach anfänglichem Abtasten erwischten die Gastgeberinnen einen Traumstart und zogen von 2:2 auf 10:3 davon. "Die ersten 15 Minuten waren das Beste, was ich in dieser Saison von meiner Mannschaft gesehen habe", freute sich der Lobbericher Trainer Marcel Schatten. Die offensiv ausgerichtete Deckung agierte aggressiv, wodurch Rheydt zunächst völlig aus dem Konzept kam, und im Angriff lief es schlicht und ergreifend wie am Schnürchen. Die einstudierten Abläufe führten fast stets zum Torerfolg. Als die Gäste dann ihrerseits auch mit etwas mehr Härte agierten, riss bei den Schatten-Schützlingen allerdings der Faden und erst Ende der ersten Halbzeit fanden sie wieder in die Spur zurück.

In der Pause schienen die Gastgeberinnen jedoch alles vergessen zu haben, denn binnen kürzester Zeit gelangte Rheydt zum 17:17-Ausgleich. Die Lobbericher Abwehr war stets einen Schritt zu spät, was dann auch noch Zeitstrafen nach sich zog. Daraufhin besann sich der TVL jedoch wieder auf seine Qualitäten und sah in der 47. Minute beim Zwischenstand von 26:20 bereits wie die sicheren Sieger aus. Rheydt kämpfte sich allerdings noch einmal heran und machte die Partie bis zum Schlusspfiff spannend. In dieser Phase machte sich die Unerfahrenheit des Lobbericher Teams bemerkbar. Es ist einfach keine erfahrene Spielerin vorhanden, die das Heft des Handelns in die Hand nehmen kann, um für die nötige Ruhe zu sorgen. "Wir hatten heute viele Höhen und Tiefen", betonte Schatten. "Das Positive und vor allen Dingen die beiden Punkte nehmen wir mit für die nächsten Aufgaben. Insgesamt bin ich jedoch sehr stolz auf meine Mannschaft. Auch wenn sie zwischenzeitlich überdreht hat und zu viel wollte, fanden sie immer wieder zurück zu ihrem Spiel."

Die Torschützinnen des TV Lobberich: Ronja Weisz (9/4), Melanie Ensen, Anna Koessl (je 4), Katharina Weiss (4/2), Jennifer Holthausen (3), Merit Liedtke, Rebecca Dappen (je 2), Anna Otten und Sina Schronz (je 1).

Quelle: RP
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