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Reitsport
Überraschungssiegerin in der Schirick

Viersen. Beim Reitturnier des RFV Dülken-Viersen gewann die erste 18-jährige Marie Luise Honig aus Pfalzdorf das S-Springen. Bei der S-Dressur siegte dagegen der favorisierte Niklaas Feilzer. Die heimischen Starter schlugen sich wacker. Von Paul Offermanns

Ein tolles und schönes Sommerturnier ging beim Reit- und Fahrverein Dülken-Viersen zu Ende - mit einer Überraschungssiegerin im S-Springen nach Siegerrunde. Den Abend vorher hatte Marie Luise Honig vom RFV Blücher Pfalzdorf ihr Abitur gefeiert. Tags darauf holte die 18-Jährige ihren ersten Sieg in einem S-Springen in der Schirick, der Turnierhöhepunkt der dreitätigen Pferdeleistungsschau. Sie holte sich die Goldschärpe mit der 13-jährigen Florentina in der Siegerrunde mit 36,35 Sekunden und ohne Abwurf. Die vier Fehlerpunkte hatte sie aus dem Normalumlauf mitgenommen.

Sie war in der Siegerrunde die vorletzte Reiterin und musste noch einen Ritt um einen möglichen Sieg zittern. Vorher hätte ihr noch der stärkste Springreiter im Pferdesportverband Kreis Viersen und vielfache S-Spring-Sieger Matthias Gering (RFV Hubertus Anrath-Neersen) gefährlich werden können, der mit Lorcado 36,81 Sekunden erzielt und ebenfalls einen Abwurf im Normalumlauf hatte. Als letzte Reiterin ritt Natasja Kleinpenning (Meckenheimer RC) mit Karl jun. in den Parcours. Sie war im Normalumlauf als einzige von sieben Finalisten ohne Abwurf geblieben. Sie hatte alles in der Hand, um den Sieg noch an sich zu reißen. In der Siegerrunde leistete sie sich aber einen Fehler in der Rundenzeit von 40,76 Sekunden. Sie war langsamer als die vier vor ihr Platzierten. "Ich bin richtig stolz darauf, dass Marie-Luise heute mit Florentina das S-Springen gewonnen hat", sagte ihr Vater Peter Honig. "Wir bekamen Florentina als Fohlen und sie saß als kleines Kind als erste darauf." Er hatte Florentina als Dressurpferd gekauft. "Und irgendwann stellte sich Florentina als Springpferd heraus." Kerstin Ilbertz (Reit- und Fahrverein Lobberich) wurde noch als Neunte platziert, obwohl sie die Siegerrunde nicht erreichte und den Normalumlauf in 72,09 Sekunden mit zwei Abwürfen zurücklegte.

Im "Prix St. Georges", einer schweren S-Dressur, siegte erwartungsgemäß Niklaas Feilzer (RFV Graf von Schmettow Eversael), Bereiter in Diensten der Olympiasiegerin Isabell Werth, auf Escada mit einer durchwachsenden Wertung dreier Juroren. Das Ergebnis: 66,842 Prozentpunkte. Bianca Sopha mit Robbespierre und Ilka Siemes (beide RV St. Georg Helenabrunn) mit Rien ne va plus als Elfte (62,369) und 14. (60,439) waren nicht platziert. Siemes ritt genau in einem heftigen Regen, der ihr ins Gesicht peitschte, dabei misslang ihr der Dreierwechsel. Ilka Siemes hatte vorher noch in der M*-Dressur des Dressur-Clubs Rheinland 40 Plus mit ihrem Rheinländer Platz vier (65,303) belegt. Ihr folgten auf den Rängen fünf und sechs ihre Vereinskameradin Silke Neikes mit Ebbylaine (64,141) und Jessica Hammes (RFV Dülken-Viersen) mit Raffaello (63,636).

Viele Zuschauer werden das Turnier allerdings nicht in guter Erinnerung behalten, weil sie wegen ordnungswidrigen Parkens Knöllchen vom Viersener Ordnungsamt bekamen. "Unser Turnier ist für die Stadt Viersen eine große Werbung weit über die Grenzen hinaus und dann das. Hier ist auf alle Fälle Gesprächsbedarf, weil sich die Betroffenen alle an uns als Veranstalter wandten", sagte Carsten Conrads, Vorsitzender des RFV Dülken-Viersen.

Quelle: RP
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