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Leichtathletik
Umbruch in der Leichtathletikszene

Kreis. Rückläufige Teilnehmerzahlen und weniger Helfer zwingen die Ausrichter von Leichtathletik-Veranstaltungen vieler-orts zum Umdenken. So verschwinden in der Region Veranstaltungen, es kommen aber auch neue hinzu. Von Paul Offermanns

In der Leichtathletikszene der Region tut sich was. Während mancherorts Veranstaltungen, auch mit ganz viel Tradition, von der Bildfläche verschwinden, werden anderswo neue Dinge ausprobiert. So wird es zum Beispiel am 31. Dezember nach über 40 Jahren nicht mehr den beliebten Silvesterlauf in Wegberg geben. Dafür gibt es zwei Gründe: Zum einen lockte er zuletzt immer weniger Teilnehmer an, zum anderen war es immer schwerer Helfer für die Organisation zu finden.

Der Leichtathletik-Kreis Heinsberg (dazu gehört der Ausrichter VSV Grenzland-Wegberg) wirbt nun für den Silvesterlauf in Krefeld-Forstwald, den einzigen und ältesten Lauf dieser Art im Leichtathletik-Kreis Niederrhein-West, der ein künstliches Gebilde aus dem Kreis Viersen sowie den Städten Krefeld und Mönchengladbach ist. Auch das neue Jahr beginnt nicht gut für die Langstreckler. Der LC Nettetal macht aus seiner bislang dreiteiligen Winterlaufserie rund um die Krickenbecker Seen bei der 36. Auflage von vornherein einen Zweiteiler.

Am 16. Januar stehen die zehn Kilometer auf dem Programm, am 12. März die fünfzehn. Den sonst im Februar ausgetragenen 12,5-Kilometer-Lauf lassen die Nettetaler komplett ausfallen. "Uns als kleinem Verein fehlen die Helfer nicht nur am Veranstaltungstag, sondern noch vielmehr davor bei der Vorbereitung dieser Läufe", sagt Peter Schmitz in seiner Funktion als Vor-sitzender des LC Nettetal. Forciert wurde die Entscheidung auch dadurch, dass es in Sachen Helfern im Verein gut auskam, als im Februar dieses Jahres der 12,5-Kilometer-Lauf wegen einer Sturmwarnung ausfiel - auch weil viele LC-Mitglieder im Karneval aktiv sind. In der Folge der Absage waren auch keine negativen Auswirkungen auf die Teilnehmerzahl am Lauf über 15 Kilometer zu verzeichnen. Auch den einst sehr beliebten Herbst-Halbmarathonlauf richtet der LC Nettetal nicht mehr aus. Das hat freilich auch Auswirkungen auf die Kreismeisterschaft, die sich dort etabliert hatte. Deswegen muss der Leichtathletikkreis sich nun auf die Suche nach einem neuen Ausrichter begeben.

Apropos Kreismeisterschaft: Das Süchtelner Bergfest (3. Juli), das seit Jahr und Tag ein Programm wie bei einer Kreismeisterschaft bietet, wird aufgewertet. "Wir richten dort unsere große Kreismeisterschaft für alle, von der Jugend U14 bis hin zu den Männern und Frauen, aus", sagt Hildegard Maibaum, Sportwartin im Leichtathletikkreis Niederrhein-West. Das Problem war in der Vergangenheit, dass durch die Aufteilung auf viele verschiedene Austragungsorte keiner der Aktiven mehr so genau wusste, wo gerade eine Kreismeisterschaft von einem Verein ausgerichtet wurde. Ausgegliedert sind in Süchteln Hammerwurf, Stabhochsprung und Hürden. Getrennt gibt es weiterhin 1500 und 10.000 Meter und die Distanzen der Kreismeisterschaften über die Langstrecken. Mit einer weiteren Tradition bricht der ASV Süchteln, indem er nicht mehr den beliebten Erste-Mai-Läufertag ausrichtet, sondern am 30. April den "Sprint in den Mai".

Etwas ganz Neues probiert TuRa Brüggen aus mit der 1. Brüggener Team-Cross-Challenge am 19. Juni aus. Sie ist als "Mini-Strongman" mit diversen Hindernissen auf einer Ein-Kilometer-Runde inner- und außerhalb des Sportparks Vennberg konzipiert. Gestartet wird in Zweier-Teams als Staffel und als Familienwertung. Erfreulich ist auch, dass die Leichtathletik-Region in Mönchengladbach (4. Juni) wieder einen Marathon zu bieten hat. Darüber hinaus stehen auch nationale Titelkämpfe auf dem Plan. Vom 29. bis 31. Juli steigen im Rheydter Grenzlandstadion die Deutschen Jugendmeisterschaften.

Quelle: RP
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