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Lokalsport
Union Nettetal sorgt für Freude

Niederrhein. Am Wochenende gingen die Landesliga-Fußballer in die Winterpause. Aus Grenzlandsicht können mit Blick auf die Zahlen die Nettetaler nach einem starken ersten Saisonabschnitt in einigen Leistungskategorien vorne mitmischen. Von David Beineke

Durch die wetterbedingten Ausfälle an den letzten drei Spieltagen vor der Winterpause ist das Tabellenbild in der Fußball-Landesliga zwar ein ganz klein wenig schief, dennoch liefert ein Blick auf den ersten Saisonabschnitt klare Tendenzen und aussagekräftige Zahlen. Aus heimischer Sich sorgt insbesondere der SC Union Nettetal für Freude, Aufsteiger ASV Süchteln schlägt sich sehr ordentlich, die VSF Amern suchen nach mehr Konstanz und beim 1. FC Viersen schrillen mal wieder die Alarmglocken. Wenig überraschend führt Tabellenführer und Titelfavorit TSV Meerbusch die meisten Kategorien an.

Torjäger In der Torjägerliste führt aktuell allerdings kein Meerbuscher. Velberts Topstürmer Robin Hilgers ist mit 14 Treffen die Nummer eins vor Marcel Kalski vom Primus und Oguz Ayan vom 1. FC Mönchengladbach mit jeweils 13 Toren. Der beste Stürmer aus dem Grenzland kommt nicht etwa aus Nettetal, sondern vom ASV Süchteln. Routinier Nando di Buduo liegt mit neun Treffern auf Rang neun. Direkt dahinter kommt mit acht Toren zwar ein Union-Kicker, doch einer, mit dem in dieser Kategorie nicht unbedingt zu rechnen war: Innenverteidiger Bastian Levels.

Bester Angriff In Sachen Offensive macht dem TSV Meerbusch keiner etwas vor, der extrem stark besetzte Kader hat in 18 Partie beachtliche 62 Tore erzielt. Damit sind Meerbuscher deutlich besser als in der Vorsaison der FSV Vohwinkel, der mit 47 Toren aus 19 Spielen als treffsicherste Mannschaft in die Winterpause ging, und der spätere Meister Düsseldorfer SC. Deren Kragenweite hat in der laufenden Saison Union Nettetal mit 46 Toren, allerdings aus nur 17 Spielen.

Beste Defensive Auch in Sachen Abwehrarbeit sind die Meerbuscher mit nur 13 Gegentreffen das Maß der Dinge. Ansatzweise mithalten können da nur die Nettetaler, deren Torhüter nur 17-mal hinter sich greifen mussten. Alle anderen Mannschaften mussten 22 und mehr Gegentore hinnehmen. Deutlich mehr sind es bei den Kellerkindern VfL Benrath (56) und 1. FC Viersen (52) geworden.

Meiste Zu-Null-Spiele Auch ein klares Indiz für eine gute Defensivordnung bei einer Mannschaft. So kann es nicht wirklich überraschen, dass auch in dieser Kategorie die Topteams die Nase vorne haben. Der TSV Meerbusch hat achtmal ohne einen Gegentreffer gewonnen, die Verfolger Union Nettetal und SC Velbert jeweils siebenmal. Zu den Kellerkindern, die nicht ein einziges Mal zu Null gespielt haben, gehört auch der 1. FC Viersen. Viel Arbeit also für Trainer Daniel Saleh.

Meiste Unentschieden Da kommt die Liga ziemlich ausgeglichen daher. Der VfL Jüchen-Garzweiler hat fünfmal remis gespielt, die meisten anderen Teams haben drei oder vier Punkteteilungen auf dem Konto. Die wenigsten Unentschieden haben der TSV Meerbusch II (0) und der 1. FC Viersen (1) erzielt, dafür stehen aber auch schon je zwölf Niederlagen zu Buche.

Meiste Niederlagen Hier nehmen der 1. FC Viersen und die Meerbuscher Reserve eine unrühmliche Spitzenposition ein, beide haben je zwölfmal verloren. Dass beide dennoch nicht Letzter sind, hängt damit zusammen, dass sie mehr Siege haben als Schlusslicht FC Remscheid, das elf Niederlage vorweist.

Meiste Siege Wenig überraschend hat auch in dieser Kategorie der TSV Meerbusch mit 14 Siegen aus 18 Spielen die Nase vorne. Mit je zwölf Dreiern folgen Union Nettetal (aus 17 Spielen) und Velbert (18).

Heim-/Auswärtstabelle Meerbuscher ist sowohl auf eigenem Platz als auch in der Fremde das Maß der Dinge. Auffällig ist, dass Verfolger Union Nettetal in der Auswärtstabelle bei einem Spiel weniger nur einen Punkt hinter dem TSV auf Platz zwei rangiert, dafür aber daheim bei gleicher Anzahl an Spielen mit 20 Zählern nur Vierter ist - hinter Meerbusch, Velbert und Odenkirchen. Aufsteiger Süchteln hat seine recht komfortable Lage als Tabellensiebter dagegen eindeutig der Heimstärke zu verdanken. Während der ASV im Heimtableau mit 19 Punkten als Sechster nur knapp hinter den Topteams rangiert, sieht es auswärts als Letzter mit fünf Punkten düster aus. Ähnliches gilt für die VSF Amern, die auf des Gegners Platz nur wegen des besseren Torverhältnisses vor Süchteln liegen.

Trainer In den ersten Monaten der Saison waren die Landesligisten sehr wechselfreudig. Insgesamt sieben Mannschaften, also mehr als ein Drittel, haben schon einen neuen Trainer installiert. Als Erster handelte schon im September der 1. FC Viersen, indem Daniel Saleh für Steve Jäck übernahm. Bei den anderen drei Grenzland-Clubs Nettetal, Süchteln und Amern sitzen die Trainer Stand jetzt aber fest im Sattel.

Überraschungsteams In der Spitzengruppe sind das zweifellos Union Nettetal und die SpVg. Odenkirchen. Nettetal, weil es im Sommer einen Umbruch mit deutlicher Verjüngung vollzogen hat, und Odenkirchen, weil es vorige Saison nur knapp dem Abstieg entronnen ist. Negativ hat bislang Mettmann nach einer starken Vorsaison überrascht. Auch wenn es in Viersen im Sommer personell noch mal große Veränderungen gab, hat sich der Verein sicher viel mehr erwartet als den vorletzten Platz und 13 Punkte.

Elf der Woche Unser Fußball-Internetportal Fupa stellt von Spieltag zu Spieltag eine Elf der Woche zusammen. Mit sieben hat Nico Wehner von den VSF Amern überraschenderweise die meisten Nominierungen. Mit je fünf Nominierungen folgen Kevin Dauser (TSV Meerbusch) und Kevin Afari (SpVg. Odenkirchen).

Quelle: RP
 
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