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Lokalsport
Waldniels Frauen verlieren im Halbfinale

Kreispokal. Handball: Gegen den Oberligisten SV Straelen unterlagen die Grenzländer mit 14:22. Nach dem 23:21-Sieg im Halbfinale des Kreispokals über den Titelverteidiger TV Aldekerk gewann überraschend der SSV Gartenstadt den Pokal. Von Frank Langen

SSV Gartenstadt heißt der neue Frauen-Pokalsieger im Handballkreis Krefeld Grenzland. Im Finale bezwang das Verbandsligateam von Trainerin Steffi Hindges überraschend den eine Klasse höher spielenden SV Straelen mit 26:22. Ab der vierten Minute musste der SSV verletzungsbedingt mit Leandra Dahners und Nicole Detges auf beide Rückraumspielerinnen verzichten. Die Umstellung auf eine offene 5-1 Deckung, sowie das Spiel mit zwei Kreisläuferinnen nach vorne zeigte sich dann als geschickter Schachzug. Straelen kam damit nicht zurecht und versuchte in den letzten Minuten mit einer offenen Deckung nochmals ranzukommen. Das 25:22 von Miriam Stücker brachte endgültig die Entscheidung für Gartenstadt.

Für die erste große Überraschung hatte Gartenstadt im Halbfinale gegen den Titelverteidiger TV Aldekerk gesorgt. Der Oberligaspitzenreiter wurde im Halbfinale mit 23:21 nach Siebenmeterwerfen aus dem Rennen geworfen, nachdem die volle Spielzeit über 40 Minuten inklusive der Verlängerung keine Entscheidung gebracht hatte. Zunächst war es eine Partie auf Augenhöhe, bei dem sich keines der Teams absetzte. Gegen Ende der ersten Halbzeit setzte sich Aldekerk etwas ab und wurde hier kurzzeitig seiner Favoritenrolle gerecht. Nach dem Seitenwechsel schlichen sich beim TVA immer wieder Fehler ein. Das Team wirkte unkonzentriert und müde. Im Gegenzug zeigte der SSV eine geschlossene Mannschaftsleistung, bei der sich Torfrau Corinna Kretz gleich mehrfach auszeichnete. Zunächst verhinderte sie kurz vor Schluss die erneute Aldekerker Führung, im Siebenmeterschießen parierte sie gleich zwei Würfe des Gegners. "Es gibt Tage, da läuft einfach nichts. Gartenstadt hat verdient gewonnen", zeigte sich TVA-Trainerin Dagmara Kowalska trotz Enttäuschung über die Darbietung ihrer Mannschaft als faire Verliererin.

Zuvor hatte im ersten Halbfinale der SC Waldniel dem SV Straelen das Leben schwer gemacht, unterlag am Ende aber dennoch klar mit 14:22. Beflügelt durch die Aufstiegs-Euphorie ging Waldniel motiviert ans Werk und zeigte sich über dem Oberligisten als ebenbürtiger Gegner. Mitte der ersten Halbzeit hatte Straelen allerdings das Spiel immer mehr im Griff und sorgte mit seinen Tempogegenstöße dafür, dass Waldniel immer mehr einbrach. In der zweiten Hälfte lief es dann wieder besser für Waldniel, allerdings leistete sich Straelen auch den Luxus in Anbetracht der sichereren Führung die Spielerreihen durchgehend zu wechseln ohne in Gefahr zu kommen, die Führung abzugeben.

Quelle: RP
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