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Radsport
Wenn Mountainbiken zu einer großen Leidenschaft wird

Niederkrüchten. Ansgar Girsig fährt leidenschaftlich Mountainbike. Der Niederkrüchtener ist schon viele spannende und erlebnisreiche Rennen gefahren. Erst kürzlich hat er gleich bei zwei Mountainbike-Marathons teilgenommen und überzeugte mit Ergebnissen in den Top 50 und den Top 30.

Beim Vulkanbike Eifel Marathon kam der Niederkrüchtener vom Start gut weg und ordnete sich im vorderen Drittel des 500 Fahrer umfassenden Feldes ein. Der 46-Jährige fühlte sich gut und attackierte bei 40 von 67 Kilometern seine bisher gut funktionierende Gruppe und wagte letztendlich zu viel. Sein Angriff verpuffte, seine Kräfte schwanden. Mit Mühe und Not erreichte Girsig als 49. mit letzter Kraft nach 3:21 Stunden die Ziellinie. Anfangs enttäuscht über seinen Einbruch, freute er sich letztendlich über die tolle Platzierung. Aber er weiß auch: "Da wäre mehr drin gewesen." Schon Tags darauf stand der Vater zweier Töchter in Boppard am Rhein wieder an der Startlinie eines Halbmarathons über 42 Kilometer mit 1000 Höhenmetern. Dieses Mal kam er besser durch und verpasste nach 2:05 Stunden eine Top 20 Platzierung als 21. nur um wenige Sekunden.

An solche Leistungen wäre bis zum Sommer vor drei nicht zu denken gewesen. Denn bis dahin war der Jungsenior sportlich völlig untätig. Da er zu diesem Zeitpunkt mit seinem Fitnesszustand unzufrieden war, fing er an, auf seinem 20 Jahre alten Mountainbike zu fahren. Nach einer Operation am rechten Knie zur Beseitigung eines Meniskus- und Knorpelschadens dauerte das Abheilen des Knies sehr lange, so dass er beschloss, die Heilung zu beschleunigen, in dem er bald wieder begann auf seinem Mountainbike zu fahren. Zuerst nur ganz kurz, dann steigerte er die Trainingszeit kontinuierlich und stellte dadurch eine beschleunigte Verbesserung des Knies fest. "Aus dieser therapeutischen Radfahrerei wurde nach und nach eine Leidenschaft mit Suchtpotenzial", sagt der Hausmann mit Halbtagsbeschäftigung als KFZ-Mechaniker-Meister schmunzelnd.

Im Laufe der Zeit stellte er fest, dass ihm lange Touren mit vielen Höhenmetern liegen, dass er also eher der Ausdauerfahrer ist. Das Trainingspensum blieb auch im Winter hoch, es standen immer mindestens drei Einheiten pro Wochen an - auch bei Wind, Regen oder Schnee. Nach einer kurzen Trainingspause im Oktober, wird er das Training im Winter wieder intensivieren: "Mein Ziel ist es, nächstes Jahr noch besser in Form zu sein, um meine Platzierungen zu verbessern." Er fährt seit ein paar Wochen für das Team "Coffee & Chainrings" und betätigt sich auf dessen Internetseite auch als Blogger über Mountainbike-Themen.

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