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Handball
Wie Lobberichs Damen den Aufstieg perfekt gemacht haben

Nettetal. Die Zweitvertretung des TV Lobberich hat in der Landesliga für Furore gesorgt. Die Handballfrauen absolvierten eine grandiose Saison und feierten souverän den Aufstieg in die Verbandsliga. 20 Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage, dabei ein Torverhältnis von 616:460, beweisen eindrucksvoll die Dominanz der Schützlinge von Trainerin Gabi Ensen. Wegen der neuen Ligastrukturen, die auch im Frauenhandball ab der kommenden Saison greifen, war der Aufstieg auch das Ziel. "Anstatt vier Landesligen gibt es nächste Saison nur noch zwei, und da wären weitere Auswärtsfahrten auf uns zugekommen, als in der Verbandsliga, wo wir uns dann jetzt auf das eine oder andere Derby freuen", betont Ensen. "Unser Ziel war es aber auch, als Tabellenerster aufzusteigen und nicht als Zweiter, Dritter oder Vierter, was ja immer noch möglich ist, abhängig davon, was in den höheren Ligen noch geschieht."

Dabei sah es zu Beginn gar nicht so rosig für den TVL aus, denn 1:5-Punkte aus den ersten drei Begegnungen, dabei die einzige Saisonniederlage mit 28:32 bei der Turnerschaft St. Tönis II, waren alles andere als ein idealer Start. Doch danach folgten 19 Siege in Folge, wobei die Gegner in den meisten Spielen fast nach Belieben beherrscht wurden. Das Team besteht aus einer gesunden Mischung aus erfahrenen und jungen Spielerinnen, deren Zusammenspiel eine der großen Stärken war. Aber auch das ausgeprägte Tempospiel war ein Baustein für den Erfolg. Einziges Manko war der relativ kleine Kader, so dass häufig auf die Unterstützung von Jugendspielerin zurückgegriffen werden musste. Hinzu kommt, dass einige Spielerinnen immer wieder einmal die eigene erste Mannschaft in der Oberliga unterstützten, allen voran Nadine Ensen. "Das war nicht immer einfach", erinnert sich ihre Mutter und Trainerin Gabi Ensen. "Zwei Spiele an einem Wochenende oder gar an einem Tag, gingen da schon ganz schön an die Substanz."

An der Kadergröße wird sich auch in der kommenden Spielzeit nicht viel ändern. Zwar hatte Nadine Ensen ein Angebot, in der "Ersten" zu spielen, doch sie hält ihrem Team die Treue. So auch Nina Lemkens, eine weitere Leistungsträgerin, die eigentlich aufhören wollte, allerdings nach dem Aufstieg zumindest noch ein Jahr weitermachen wird. Hinzu kommen mit Kiara Rosati und Marie Stöcker zwei Spielerinnen aus der Jugend. "Ich werde mich nicht bei anderen Vereinen umsehen", betont Ensen. "Wir haben immer auf unsere starke Jugend gebaut, und das werden wir auch in der nächsten Saison machen und erneut einige Spielerinnen mit Doppelspielrecht ausstatten."

Bis Ende April wird nun locker weitertrainiert, wobei hauptsächlich nette Spielchen auf dem Programm stehen. Dann folgt im Mai eine Pause, und im Juni beginnt dann die erste Phase der Vorbereitung bis zu den Sommerferien. Danach geht es an den Feinschliff für die nächste Saison. Die Intensität wird nicht erhöht, es bleibt bei zwei Trainingseinheiten in der Woche.

(alpa)
 
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