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Kampfsport
WM-Nominierung für Madeline Folgmann

Nettetal. Die Taekwondoka aus den Reihen der TG Jeong Eui Nettetal wird Deutschland bei der WM in der Klasse bis 53 Kilogramm vertreten. Die Titelkämpfe steigen in Korea, dem Mutterland der Sportart. Von Paul Offermanns

Madeline Folgmann hat von der Deutschen Taekwondo Union (DTU) und ihrer Nationaltrainerin Yeonji Kim die Nominierung für die Taekwondo-Weltmeisterschat im koreanischen Muju Korea 24. bis 30. Juni bekommen. Die Kämpferin der TG Jeong Eui Nettetal startet als Nummer fünf der Weltrangliste und U21-Europameisterin in die WM, die eine ganz besondere wird. Schließlich gilt Korea als das Mutterland des Taekwondo.

"Meine Vorfreude ist groß auf das Highlight, die WM in Korea, nach der Nominierung der DTU. Ich will alles geben und weiß genau, dass zu einem großen Erfolg wie zuletzt bei der U21-Europameisterschaft in Sofia am Wettkampftag alles passen muss." In Muju, dem Austragungsort der WM, steht das neue Zentrum des Taekwondo-Weltverbandes, das sogenannte Taekwondo Won. Auf einem groß angelegten Areal stellt sich Taekwondo in seiner ganzen Vielfalt dar. In der imposanten T1-Arena tragen die weltbesten Taekwondo-Kämpfer die Wettkämpfe der Weltmeisterschaft aus. Seit Wochen laufen bei Madeline Folgmann die Vorbereitungen auf die WM, nachdem sie eine kurze Erholungsphase nach der U21-EM eingelegt hatte. Intensive Trainingseinheiten und vor allem Sparring-Kämpfe stehen auf dem weiteren Weg Richtung WM auf dem Programm der 20 Jahre alten Sportstudentin. In dieser Woche hält sich Madeline Folgmann zu einem Lehrgang mit der deutschen Nationalmannschaft in Manchester auf, um dort mit dem Profi-Team Großbritanniens zu trainieren. Paul Green als Trainer Gastgeber schickt unter anderen die Olympiasiegerinnen Bianca Walkden und Jade Jones auf die Matten.

Madeline Folgmann fliegt am 16. Juni nach Korea. Ein Vorbereitungstrainingslager und die Akklimatisierung stehen in der Zeit bis zum 24. Juni auf dem Programm der Deutschen Taekwondo Nationalmannschaft. Am 26. Juni muss Folgmann, bei der bald der Umzug von Niederkrüchten nach Nettetal-Hinsbeck ansteht, auf die Waage. Am 27. Juni ist es dann soweit, der erste Wettkampftag steht an. "Schaffe ich es, durch die Vorrunden zu kommen, bestreite ich am 28. das Halbfinale und das große Finale, aber bis dahin ist noch ein langer Weg", erklärt Folgmann.

Dass Madeline Folgmann sich in Korea mit den weltbesten Konkurrentinnen messen kann, ist allerdings alles andere als ein Selbstläufer. Denn die Gewichtsklasse bis 53 Kilogramm ist derzeit bei den deutschen Damen die am härtesten umkämpfte Gewichtsklasse. Viele starke Kämpferinnen bieten sich einen harten Konkurrenzkampf. Da wäre zum einen die Deutsche Meisterin Roxana Nothaft (Nürnberg), die viele internationale Punkte sammelte und sich in der Weltrangliste nach oben arbeitete. Die Dachauerin Ela Aydin, die eine starke U21-EM kämpfte und dort erst im Finale gegen Madeline Folgmann unterlag. Des Weiteren gehören noch dazu: die Viersenerin Julia Ronken, die für den TSC Gladbeck startet, Tabea Wenken (AC Ückerath) und die Westerwälderin Carolin Stahl. Alle können sich international durchsetzen und stellen immer wieder eine starke nationale Konkurrenz dar. Madeline Folgmann nimmt das sportlich und sagt: "Diese Konkurrenzsituation im eigenen Lande treibt mich immer wieder zu Höchstleistungen. Ein Zurücklehnen und auf den Lorbeeren ausruhen ist daher einfach nicht möglich."

Quelle: RP
 
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