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Lokalsport
Zwei Landesligisten siegen, einer verliert

Kreis. Gestern Abend setzten sich die beiden Fußball-Landesligisten aus dem Grenzland mit Heimrecht durch: Die VSF Amern besiegten Goch, und Union Nettetal gewann gegen Rhede. Dagegen verlor der 1. FC Viersen beim SV Sonsbeck. Von David Beineke und Wiltrud Wolters

Die erste englische Woche der Saison in Fußball-Landesliga läuft für den 1. FC Viersen alles andere als gut. Nach der 2:3-Heimniederlage am Sonntag gegen den VfL Repelen folgte gestern das 0:2 in Sonsbeck. Dagegen konnten sowohl die VSF Amern als auch Union Nettetal ihre Siege vom Sonntag bestätigen.

Union Nettetal - VfL Rhede 1:0 (0:0). Nach der Theorie, dass möglichst eine siegreiche Mannschaft nicht verändert werden sollte, verfuhr Union-Coach Chiquinho und schickte gestern dieselbe Startelf ins Rennen wie beim Erfolg in Odenkirchen. Und wieder standen die Nettetaler in der Defensive sehr sicher und leiteten über ihre wieselflinken Außenbahnspieler etliche gefährliche Angriffe ein. Mit dieser Spielanlage hatten die Gäste sichtbare Probleme, insbesondere in der Offensive blieben sie viel schuldig. Schon in Hälfte eins hätte Nettetal die Partie entscheiden können. Doch zunächst scheiterte Dustin Hermann am stark parierenden Rheder Torwart, dann wurde Markus Keppeler im letzten Moment am finalen Torschuss gehindert und Blerim Rrustemi scheiterte nach einem misslungenen Dribbling des Gästetorwarts am Pfosten. Nach der Pause änderte sich an der Überlegenheit der Nettetaler nichts, so dass die Führung durch Markus Keppeler in der 70. Minute überfällig und verdient war. Dabei hatte er den Siegtreffer mit einem Pass auf den eingewechselten Tore Mertens sogar eingeleitet. Die Mertens-Flanke nahm Keppeler dann wieder selbst an und vollstreckte mit seinem zweiten Saisontreffer zum 1:0. "Der Sieg tut richtig gut. Jetzt fahren wir am Sonntag mit breiter Brust nach Uerdingen", meinte Unions sportlicher Leiter Dennis Treker.

VSF Amern - Viktoria Goch 2:0 (1:0). So schnell kann es gehen. Vor ein paar Wochen zitterten die VSF Amern um den Verbleib in der Landesliga. Nun stehen sie an der Spitze. Jedenfalls für mindestens einen Tag. Es war ein hartes Stück Arbeit, aber letztlich ein verdienter Erfolg, weil die Amerner sich die deutlich besseren Torchancen erspielten. Die Gäste aus Goch hatten zwar mehr vom Spiel, sie brachten das von Dennis Metten gehütete Amerner Tor aber in der zweiten Hälfte nicht einmal wirklich ernsthaft in Gefahr. René Jansen sorgte für den perfekten Start in die Partie. Schon in der ersten Minute traf er nach glänzender Vorarbeit von Tobias Bruse zum 1:0. In der 39. Minute gerieten die Gäste nach einer Roten Karte auch personell ins Hintertreffen. Dennoch hielten sie das Spiel bis in die Schlussphase spannend. Nach einer Reihe von guten Möglichkeiten machte Max Kapell mit dem 2:0 kurz vor Schluss den Sack zu. Dominik Heythausen hatte den Ball nach einem Vorstoß über links ans Strafraumeck zurückgelegt. Von dort zog Kapell ab. "Wir sind natürlich sehr glücklich, so gut aus den Startlöchern gekommen zu sein. Aber es freut mich, dass die Jungs selbstkritisch sind. Sie haben direkt nach dem Spiel gesagt, dass wir weiter an uns arbeiten sollten", sagte Trainer Dennis Sobisz. Sein Team habe in der Überzahl zu wenig Fußball gespielt. Teilweise seien die Lücken zwischen den Mannschaftsteilen zu groß gewesen.

SV Sonsbeck - 1. FC Viersen 2:0 (1:0). Willi Kehrberg redete nicht um den heißen Brei herum: "Wir haben verdient verloren", sagte der Trainer des 1. FC Viersen. Die Sonsbecker hätten kein gutes Spiel, aber eben alles richtig gemacht, meinte der Viersener Coach. Dennoch gehörte die erste halben Stunde dem 1. FC Viersen. "Wir haben den Gegner und den Ball kontrolliert. Wir waren griffig und gefährlich", sagte Kehrberg. Doch dann kippte die Partie, durch ein Tor aus heiterem Himmel. Jonas Gerritzen köpfte die Sonsbecker in Führung, nachdem die Viersener eine Flanke nicht verhinderten und im Zentrum das Kopfballduell verloren. In der Folge wurde es hektisch. Die Viersener versuchten, zum Ausgleich zu kommen, doch die Sonsbecker ließen sie nicht mehr ins Spiel kommen. "Wir hatten einfach nicht die nötige Ruhe und haben keinen Druck auf das Tor bekommen", meinte Kehrberg. Weil die Gäste nach vorne drängten, ergaben sich zwangsläufig immer wieder Konterchancen für die Hausherren. Thomas Gerdes mussten mehrfach in höchster Not retten. Nach 73. Minuten entschied Jonas Kremer die Partie mit dem Treffer zum 2:0.

Quelle: RP
 
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