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Viersen
St. Irmgardis erweitert die Geriatrie

Viersen: St. Irmgardis erweitert die Geriatrie
Das Gerüst am Neubau kommt bald weg - Monika Siefert (Pflegedirektorin), Conrad Middendorf (Geschäftsführung Region Rheinland), Thomas Axer (Geschäftsführer St.-Irmgardis-Krankenhaus), Hanns Peter Clasen (Chefarzt Geriatrie), Axel Töpfer (Bauleiter), Thorsten König (Architekt) und Joachim Plantholt (Kaufmännischer Direktor) schauen sich auf der Baustelle um. FOTO: Busch
Viersen. Für mehr als sieben Millionen Euro entsteht derzeit das neue Bettenhaus im Süchtelner Krankenhaus. Ab Juli können dort doppelt so viele Geriatrie-Patienten versorgt werden wie bisher. Dazu werden mehr Ärzte und Pfleger eingestellt Von Martin Röse

Die Wartezeiten von aktuell zehn bis 14 Tagen sollen von Juli an der Vergangenheit angehören: Das St.-Irmgardis-Krankenhaus in Süchteln vergrößert seine Geriatrie-Abteilung von 30 auf 60 Betten, kann künftig doppelt so viele Geriatrie-Patienten versorgen. Die Bauarbeiten für den neuen Bettentrakt liegen im Zeitplan. "Der milde Winter ist dem Baufortschritt zugute gekommen. Im Juli können wir den neuen Trakt in Betrieb nehmen", erklärt Geschäftsführer Conrad Middendorf. Arbeiten über 5,6 Millionen Euro wurden bereits beauftragt, am Ende soll der Neubau 7,3 Millionen Euro kosten.

78 Patienten können künftig im neuen Trakt versorgt werden; aktuell laufen die Malerarbeiten, bald werden die Fußböden - für Privatpatienten in Holzoptik - verlegt. Statt 144 Betten verfügt das Süchtelner Krankenhaus ab Juli über insgesamt 160 Betten; auch neue Therapieräume werden eingerichtet. Die beiden Pflegestationen im alten Gebäude sollen bestehen bleiben, aber saniert werden.

30 zusätzliche Pflegekräfte sind bereits seit Jahresbeginn an Bord; auch das ärztliche Personal soll aufgestockt werden. Aktuell umfasst es Chefarzt, Oberarzt und Stationsarzt, ab Juli sollen ein weiterer Stations- und ein weiterer Oberarzt hinzukommen. Geplant sei zudem, eine bis zwei zusätzliche halbe Arztstellen zu schaffen, kündigte Chefarzt Hanns Peter Clasen an. "Wir können uns vor Patientenanfragen kaum retten, rechnen wegen des demografischen Wandels in Zukunft mit weiter steigenden Patientenzahlen." Geplant sei zudem, eine Neurologin in der Geriatrie zu beschäftigen.

"Bei der Gestaltung der Zimmer haben wir auf die besonderen Bedürfnisse der Geriatrie-Patienten geachtet", erklärt Architekt Thorsten König vom Düsseldorfer Architekturbüro Sander Hofrichter. So können die - bereits bestellten - Betten längsseitig an der Zimmerwand platziert werden, damit der Bewegungsraum für motorische Übungen steigt. Rund 25 Quadratmeter sind die Zweibettzimmer groß. Und während üblicherweise das Badezimmer im Schnitt 3,5 Quadratmeter umfasst, sind die Nasszellen im Geriatrie-Trakt rund fünf Quadratmeter groß.

Das St.-Irmgardis-Krankenhaus wurde zu Beginn des Jahres von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie als Alterstrauma-Zentrum zertifiziert.

Quelle: RP
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