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Viersen
St.-Irmgardis: Neues Bettenhaus eröffnet

Viersen. In dem neuen Gebäudetrakt des Süchtelner Krankenhauses ist auch die Geriatrische Station untergebracht Von Jory Aranda

15 Monate waren die Handwerker beschäftigt, jetzt ist der neue dreistöckige Gebäudekomplex des St.-Irmgardis-Krankenhauses fertig. Rund 7,3 Millionen Euro hat die Klinik in ihre neue Station für Altersmedizin und den neuen Bettentrakt investiert. "Mit den 78 zusätzlichen Betten der Kliniken für Innere Medizin, Chirurgie und Geriatrie, können wir die Unterbringungssituation der Patienten deutlich verbessern", sagt Geschäftsführer Conrad Middendorf. So sind die neuen Räume allesamt barrierefrei; die Patienten können mit dem Rollstuhl problemlos ins Badezimmer kommen.

Der Flur im Erdgeschoss des neuen Bettenhauses fällt auf. Doch es ist nicht der augenscheinlich neue Charakter des Gebäudekomplexes. Vielmehr sind es die farblichen Gestaltungselemente, sowie Bilder vom Niederrhein, die den Blick lenken.

Alles erstrahlt in Grün - zumindest im Erdgeschoss. Das durchgängige Farbkonzept folgt der Idee, Demenzerkrankten der Geriatrie Orientierungshilfen zu bieten. Die grünen Bilder am Türrahmen sollen den Patienten das Finden ihrer Zimmer erleichtern. "Im zweiten Stockwerk erfüllt die Farbe Orange die Leitfunktion zur Orientierung", sagt Hanns-Peter Klasen, Chefarzt der Geriatrie.

Auch die Gestaltung der Zimmer richtete sich nach den besonderen Bedürfnissen der geriatrischen Patienten. Durch die Positionierung der Betten mit der Längsseite an der Wand, wird in den Zimmern der notwendige Platz für Bewegungstherapien geschaffen. Wichtiges Ziel der geriatrischen Behandlung sei es, die Mobilität der Patienten zu steigern, erklärt Chefarzt Klasen. Aus diesem Grund gibt es in dem Neubau auch Speisesäle statt "Room-Service".

Insgesamt hat das Krankenhaus 30 neue Stellen geschaffen, davon 25 Pflegefachkräfte. Pflegedirektorin Monika Siefert: "Die Mitarbeiter haben geriatrische Kurse besucht. Regelmäßig gibt es Fortbildungen für das Team."

Ein Mann war gestern besonders glücklich: Architekt Thorsten Königs sagte: "Die kurze Bauzeit von 15 Monaten habe ich zu Beginn für nicht machbar gehalten. Durch die gute Zusammenarbeit der beteiligten Unternehmen hat es aber geklappt."

Quelle: RP
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