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Viersen
Stadt fällt mehr als 50 kranke Bäume

Viersen. Nach heftiger Kritik aus der Bürgerschaft an nicht angekündigten Baumfällungen hat die Stadt Viersen gestern eine Übersicht veröffentlicht, an welchen Stellen in diesem Monat kranke und geschädigte Bäume gefällt werden. Einen Schwerpunkt bilden dabei die sechs Friedhöfe im Stadtgebiet. Dort werden insgesamt rund 40 Bäume gefällt. "Ein Teil ist von Pilzen oder Wurzelschäden so beeinträchtigt, dass die Bäume nicht mehr erhalten werden können", erklärte Stadtsprecher Frank Schliffke. Das sei bei den regelmäßigen Baumkontrollen festgestellt worden. Weitere Bäume müssten entnommen werden, weil sie zu dicht stünden. "So haben die kräftigeren und gesünderen Bäume bessere Chancen für kräftiges Wachstum."

Auch im übrigen Stadtgebiet werden Bäume gefällt, damit die Stadt ihrer Verkehrssicherungspflicht nachkommen kann: Am Kaisermühlenteich wird ein schief gewachsener Baum entfernt, der bereits die Brücke und die Weihereinfassung beschädigt hat. An der Bismarckstraße wird ein Ahorn gefällt, der wegen Pilzbefalls nicht mehr standsicher ist. Probleme mit der Standsicherheit hat auch eine Robinie an der Wilhelmstraße. Sie leidet unter Wurzelfäule.

Weitere Stellen, an denen Baumarbeiten in den kommenden Wochen nötig sind: Greefsallee, Weiher- und Hohlstraße, Stadtgarten Süchteln, Gerretsfeld, Turmstraße, Körnerschule, Labyrinth, Boisheimer Straße, Jugendverkehrsschule, Kita Gehlingsweg, Pütterhofer Weg sowie an Radwegen.

In der jüngsten Ratssitzung hatten die Grünen der Stadtverwaltung vorgeworfen, nicht rechtzeitig über Baumfällungen zu informieren. Bürgermeisterin Sabine Anemüller (SPD) erklärte, ihr sei Transparenz in diesem sensiblen Bereich sehr wichtig. Fragen zu den einzelnen geplanten Fällungen beantwortet Vera Seibel von den Städtischen Betrieben unter der Telefonnummer 02162 101423.

(mrö)
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