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Viersen
Stadt will für Schulen moderne IT-Ausstattung

Viersen: Stadt will für Schulen moderne IT-Ausstattung
FOTO: Atelier
Viersen. Laptops, Tablets oder W-Lan, in dem die Schüler mit eigenen Geräten arbeiten? Für das neue IT-Konzept an weiterführenden Schulen gibt es unterschiedliche Ideen. Eine neue Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit diesem Thema Von Daniela Buschkamp

Martin Landmann, Leiter der Anne-Frank-Gesamtschule, hat etwas, worum ihn andere Schul-Chefs beneiden: 70 neue Computer, durch Spenden finanziert. Wegen mangelnder technischer Voraussetzungen sind die Geräte für die Kinder und Jugendlichen nicht einsetzbar. Insbesondere am Standort Lindenstraße gebe es zu wenig Leistung, sei der Empfang zu schwach.

Die Gesamtschule zeigt, dass die IT-Ausstattung nicht mehr zeitgemäß ist. Die CDU-Fraktion hat sich des Themas angenommen und in der Februar-Sitzung des Schulausschusses beantragt, dass die Verwaltung ein neues IT-Konzept erstellen soll. Die Argumentation von Stephan Seidel: "Die Schulen sind nicht optimal ausgestattet." Dabei seien Computer & Co. gerade für die Schüler sehr wichtig - genauso wichtig wie Bücher. Um die angespannte Haushaltslage zu berücksichtigen, schlug Seidel eine schrittweise Umsetzung über einen Zeitraum von mehreren Jahren vor. Alle Fraktionen stimmten zu.

Jetzt stellte die Verwaltung das weitere Vorgehen vor. Die dringende Frage, die auch Stephan Seidel stellte ("Was wird das kosten?"), konnte dabei nicht beantwortet werden.

Die Verwaltung hat eine Arbeitsgruppe Medien eingerichtet, an der neben Mitarbeitern des Kommunalen Rechenzentrums Niederrhein und dem Medienbeauftragten des Kreises Viersen auch Vertreter der weiterführenden städtischen Schulen teilgenommen haben. Ein Ergebnis: Es gibt kein allgemeines IT-Konzept für alle weiterführenden Schulen in Viersen. Es soll die unterschiedlichen Medienkonzepte der Schulen berücksichtigen.

Doch dies bedeutet über die Sommerferien Hausaufgaben für die Pädagogen: Sie sollen die Inhalte der vorhanden Medienkonzepte aktualisieren. So soll jede Schule genau ihren Bedarf an Medien-Ausstattung benennen können. Bis zu den Herbstferien sollen Ergebnisse vorliegen.

Ein weiteres Ergebnis: Computer-Arbeitsräume, die viele noch kennen, haben sich überlebt. Eine Alternative kann - neben mobil zu nutzenden Tablets oder Laptops - das Konzept "Bring your own device" sein. Dabei nutzen die Schüler das W-Lan der Schule, um mit ihren eigenen Tablets oder Notebooks zu arbeiten.

Allerdings setzt dies zwei Dinge voraus. Erstens: In den weiterführenden Schulen muss W-Lan vorhanden sein. Wie das Treffen der Arbeitsgruppe zeigte, fehlt W-Lan noch an den Schulen. Zweitens: Jeder Schüler verfügt über ein Gerät, das er nutzen kann. Alle Schulvertreter wünschten sich den Ausbau des W-Lans-Netzes. Bessere Leitungen würden auch Martin Landmann freuen: Dann könnten die 70 PCs sinnvoll genutzt werden.

Neben den städtischen weiterführenden Schulen will die Verwaltung auch die IT-Ausstattung der städtischen Grundschulen in den Blick nehmen. Ein erstes Treffen mit deren Vertretern ist nach den Sommerferien geplant.

Quelle: RP
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